Mittlerweile ist es für Brands nicht mehr so leicht, im Social Media Universum Aufsehen erregende Aktionen zu starten. Kellogg's ist da was Nettes eingefallen.
In London eröffnete man zum Launch eines neuen Produktes einfach ein Pop-Up Store. Dort kann man die Knabbereien nicht nur bewundern, sondern auch gleich kaufen. Und hier wird's social media: Bezahlt wird via Tweet. Oder um Kellogg's zu zitieren: "Spend your social currency".
Mit dem Hashtag #tweetshop gekennzeichnet, lässt sich das Ganze schließlich schön auf Twitter verfolgen. Wer sich zufällig in London befindet, der Shop hat noch bis 28. September geöffnet.
Mit Tweets lassen sich übrigens nicht nur Cornflakes verkaufen. Anregungen findet man auf paywithatweet.com
Heute am 12.10.2011 launcht Apple die neue Version vom mobilen Betriebsystem iOS. Eine der zentralen Neuerungen: Twitter ist nicht mehr nur eine App, sondern integraler Bestandteil des Systems. So lässt sich aus fast jeder Applikation nun ein Tweet absetzen - eine Tatsache, die dem ewigen Zweiten (Facebook ist die unerreichte Nummer eins) einiges an Zuwachs bescheren wird.
Die Story
Die renommierte Konferenz zum Thema Technology, Entertainment & Design sammelt gerade Speaker für das Wiener Event am 22. Oktober. Motto des Events: The Domino Effect.
Und was zeigt einen solchen Ketteneffekt besser als das Social Network Twitter?
Also wurde ein Twitter User gesucht um als Speaker selbst auf die prestigeträchtige Bühne zu steigen.
Die Mechanik
Alle Interessierten konnten ganz einfach via Twitter andere Twitterati oder sich selbst vorschlagen. Als zusätzlicher Anreiz wurden unter allen Teilnehmern fünf Tickets für das Event verlost. Diese beiden Faktoren führten zu einer raschen Verbreitung innerhalb der Community.
Das Fazit
Mit wenig Budget wurde also das Kampagnenziel Aufmerksamkeit sehr gut erreicht. Und hinter all dem steht wunderschön das zentrale Motto: The Domino Effect.
Wir sind jetzt schon sehr gespannt auf die TEDxVienna 2011!
Du sitzt im Kino, siehst dir einen Thriller an. Getuschel, Cola–Geschlürfe, Chips-Geknabber. Der Hauptdarsteller steht vor einem verlassenen, dunklen, knarrenden Haus. Er ist gerade dabei, es zu betreten. Suspense-Music dringt dir an die Ohren. Der Kinosaal hält förmlich den Atem. Mitfiebernd, willst du dem Protagonisten am liebsten zurufen „Geh da nicht rein!“ – doch er tut’s natürlich trotzdem.
Das geht auch anders. „Social Film“ nennt sich eine neue Variante des user-generated content. Hier bestimmt die Community, wie die Handlung eines Films weitergeht. The Inside Experience baut auf diesem Prinzip auf. Via Facebook, Twitter, oder YouTube können User in Realtime mit der Titelrolle interagieren und so den Ausgang der Geschichte mitbestimmen. Die von der Community bestimmten Entwicklungen werden dann in Videoform veröffentlicht. Wobei hier geschickt user-generated content mit vorab gedrehten Szenen vermischt wird.
Dieses komplett neue Genre wird durch D.J. Caruso (u.a. Disturbia) entsprechend in Szene gesetzt, während Emmy Rossum (u.a. Mystic River, The Day After Tomorrow) die Hauptrolle übernimmt.
Dass dieses Format funktioniert, zeigen die Zahlen: 4,8 Mio. Video-Views, 12.000 YouTube-Subscriber, 3000, bzw. 4000 Follower auf Twitter und 20.000 bzw. 50.000 Fans auf Facebook – die im aktiven Austausch miteinander stehen.
Ob sich dieses Genre in der Filmbranche durchsetzen wird, bleibt wohl abzuwarten. „Social Film“ ist jedoch ein weiteres Zeichen dafür, dass sich der Trend der sozialen Medien auf immer mehr Lebensbereiche ausbreitet. So wurde beipsielsweise mit „Life in a Day“ bereits die erste Crowd-Sourced-Dokumentation erfolgreich in den amerikanischen Kinos gelauncht.
Der Vatikan - schon länger ein Vorbild in Punkto YouTube Brand Channel - hat dieses denkwürdige Ereignis auch auf Video festgehalten: der Papst sitzt vor einem iPad2 mit vorformuliertem Tweet und tippt mit dem eigenen Finger auf den Knopf. Mehr geht nicht!
Xavier Damman aus Belgien ist Mitgründer von Storify.com, einem Startup aus San Francisco, das sich mit dem Kuratieren von Inhalten aus sozialen Netzwerken beschäftigt. Was heißt das?
Aus den vielen Millionen Nachrichten die täglich durch Netzwerke wie Twitter fließen, lässt sich oft nur schwer eine stringente Geschichte, ein Gespräch oder ein Dialog nachvollziehen. Neue Werkzeuge wie Storify oder auch curated.by bieten die Möglichkeit, diese losen Glieder zu einer neuen Ereigniskette zusammenzuschließen - zu einem bestimmten Thema oder zum Nacherzählen eines Events.
Kuratieren kann damit jeder - und dem Thema Storytelling werden ganz neue Türen geöffnet.
Im Video spricht Damman in seinem lustigen Akzent auch über die Zukunft des Startups, in einem zweiten (älteren, von Yammer veröffentlichten) Video erzählt der zweite Mitgründer Bert Herman was Storify ist; und ein drittes offizielles Video erklärt wie es funktioniert.