Tag: Trends

"Making Cities Easier To Use": 4 Videos mit Foursquare


Im November letzten Jahres ist Foursquare zwar schon "the next big thing" in New York, aber von Gründer Dennis Crowley noch mit "doing things for cellphones" erklärt worden...


...sechs Monate davor im letzten ruhigen und entspannten Interview beschreibt er das Service noch mit Vergleichen (Social City Guide, Friendfinder)...


...auf der diesjährigen DLD vom 23 bis 25.1. sitzt er in München schon am besseren Tisch, macht 26 Minuten Vortrag (davor leider Werbung) und steht in der besseren Zeitung...


..völlig gestresst Ende Jänner dann in Amsterdam, mit knackigem 30-Minuten-Vortrag und selbstbewusstem Alleinstellungsmerkmal "Making Cities easier to use" in HD endet die erste Tour durch Europa, die die Nutzung und Wahrnehmung von Foursquare enorm gesteigert hat und auch bis zum Barcamp im kleinen Klagenfurt vorgedrungen ist.

Und als kleine Zugabe ein fünftes Video über die erste Fallstudie aus San Antonio, Texas (ausgerechnet dem Heimatstaat des Konkurrenten Gowalla):


PS: bei knallgrau? bitte hier einchecken.

Yahoo, YouTube, Microsoft: alle wollen ins TV



Yahoo haben auf der CES 2010 ihr neues TV-Konzept "Connected TV" vorgestellt, das einmal mehr die Grenze zwischen Internet und TV aufheben soll.

Damit sind sie nicht allein. Auch Google hat mit YouTube XL zumindest die Oberfläche für den Schritt ins Wohnzimmer parat, und Microsoft versucht auch heuer wieder, das Mediaroom Konzept voranzutreiben.

Ganz andere Zukunftsvisionen hat Tyler Brûlé, ehemaliger Fernsehjournalist und Gründer des Kultmagazins Wallpaper (1997 an Time Warner verkauft): er glaubt im Interview mit der Zeit, "Zuschauer würden sich über den Luxus von weniger Auswahl freuen. Es gibt viele, die sich nach den Zeiten zurücksehnen, als man zum Beispiel BBC 2 oder das ZDF einschalten konnte und einen Abend mit guten, solide gemachten Programmen verbrachte und einfach nur auf der Couch saß. Man bekam ein gutes Programm geboten. Da besteht die Chance für ein neues Modell, für den neuen Kanal: zu den guten, alten Zeiten des Fernsehens zurückzukehren."

...und löst damit natürlich eine kontroverse Diskussion aus. Was 2010 wirklich kommt und bleibt, dabei werden mehr Menschen mitbestimmen als bisher, soviel ist sicher.

Der alte Adel und die sozialen Netzwerke



Königin Beatrix überrascht in ihrer Neujahrsansprache mit Kritik an den "virtuellen Begegnungen" in sozialen Netzwerken im Internet. Die Presse spricht von Altersunterschied und Generationenkonflikt.

Abgesehen davon ist aber interessant, dass die vom Attentatsversuch im Mai 2009 direkt betroffene Beatrix solche Wort findet, obwohl nach dem Anschlag in kürzester Zeit tausende Menschen in mehr oder weniger professionell gestaltenen Kondolenzbüchern ihr Mitgefühl ausgedrückt haben - etwas, das in dieser Schnelligkeit nur über Internet funktionieren kann. Reagiert hat Beatrix damals nur via TV.

Prince Philip andererseits hat im Oktober mit verärgerten Äußerungen über TV-Geräte Aufmerksamkeit erregt - und das ausgerechnet via YouTube. Aber das britische Königshaus hat ja auch einen eigenen Royal Channel, der immer wieder als Herzeigeobjekt bei unsere Präsentationen dient.

Oliver Reichenstein über die Web Trend Map und 2010


Der vielzitierte Oliver Reichenstein, CEO von iA, erklärt mit sympathischem Schweizer Akzent die Entstehungsgeschichte der Web Trend Map.

Die auf dem U-Bahn-Plan von Tokio basierende Internet-Karte zeigt jedes Jahr in immer ausgeklügelteren Formen die Machtverhältnisse und Entwicklungen der Internetwelt.

Auf der dazugehörigen Videoseite von GaijinPot wird das Interview mitunter heftig diskutiert, wohl auch weil die Web Trend Map genauso wie iAs Wordpress Template inzwischen zu einem dynamischen Geschäftsmodell geworden ist.

Dieter Rappold und Ralf Heller im Gespräch



Die Geschäftsführer Dieter Rappold und Ralf Heller von virtual identity bzw vi knallgrau beantworten Grundsatzfragen zur Zusammenarbeit, zur zukünftigen Marktentwicklung und Positionierung im Raum D/A/CH sowie generell zu Social Media: Begriffsdefinition, innovative Projekte im globalen Kontext, Job descriptions.

Thomas Crampton über Social Networking in Asien



Kurz vor der dieser Tage laufenden LeWeb in Paris trifft Robert Scoble den Social Media Experten von Ogily in Asien, Thomas Crampton, für ein improvisiertes Interview.

Sie treffen sich vor der Sciences Pro, einer der weltweit angesehensten Hochschulen im Bereich der Sozialwissenschaften, die Crampton besucht hat.

Er plaudert ein wenig über seine "Schulzeit", aber viel interessanter sind seine Erzählungen über die Social Media Welt in Asien und vor allem die Unterschiede zu Europa oder Nordamerika: andere Geschäftsmodelle, neue Wege der Monetarisierung, andere Zahlenkategorien in punkto Skalierbarkeit. Er spricht natürlich über die großen Social Networks von China, Qzone und über Friendster, das in Südostasien neuen Aufschwung erleben und kürzlich redesigned wurde:



Mehr Einsichten schickt uns Thomas Crampton live von der LeWeb.

Digitalks Spezial: “Was muss der/die JournalistIn von heute können?”



Als Partner von Digitalks und als Follow-Up zum WIENER-Interview mit Dieter Rappold zeigen wir fürs Wochenende das gelungene Digitalks Spezial: “Was muss der/die JournalistIn von heute können?”

YouTube Direct schafft Infrastruktur für Bürgerjournalismus



2009 hat verdeutlicht, wie wichtig sogenannter Citizen Journalism für Nachrichtenunternehmen geworden ist: Nachrichten entstehen in Echtzeit, jeder von uns kann der Absender sein, verbreiten sich von selbst und "werden zu mir finden, wenn sie wirklich wichtig sind".

CNN hat beim Redesign im Oktober den benutzergenerierten iReport konsistent in den Haupt-Webauftritt integriert. Auch die deutsche Bild-Zeitung hat gemeinsam mit den Leserreportern die Zeichen der Zeit erkannt.

Jetzt will Google mit YouTube Direct den Amateur- und Berufsjournalismus technisch noch näher zusammen bringen. Vorreiter wie die Huffington Post aber auch die gute alte Washington Post haben das Prinzip bereits getestet.

Eine weitere Opportunity für News Companies (nicht "Newspaper Companies"), mit diesen Inhalten Geld zu verdienen.

Werbung im Internet: Verbreiten von Botschaften



Ursprünglich sollte hier das Video "What is Google Wave?" zu sehen sein – ein Hilferuf für eine von 100.000 Einladungen zur Preview zu bekommen; aber auch eine sehr gut gemachte Erklärung, warum Wave der Versuch eines Evolutionsschritts vom vor 40 Jahre erfundenen Email ist. Das Video hatten innerhalb von zwei Tagen eine Viertel Million Menschen gesehen.

Dann aber entdeckte ich im "Quell-Channel" des Videos das noch interessantere "How the Internet is Changing Advertising" - ein Lehrvideo über die Möglichkeiten von Online Kommunikation mit der Kernaussage, dass jedes Medium seine eigenen Stärken hat, eine Botschaft zu verbreiten: das war im Print Text und Bild in Form von Anzeigen, beim Radio der gesprochene Text und Musik, beim Fernsehen kam das überzeugende Bewegtbild dazu – im Social Web der Gegenwart ist es der Mechanismus des Sharing, der zum Beispiel von gut gemachten Viral Videos angestoßen werden kann.

Sehr schön auf den Punkt gebracht, was wir Social Media Marketing nennen.

Nick Cave schreibt Literatur für iPhone



Nick Cave hat einen Roman geschrieben (The Death of Bunny Munro) und vetreibt ihn als Buch, als Podcast und als iPhone-Applikation (iTunes AppStore), die beides vereint.

Im Video-Interview mit Wired erzählt er, wie er das erste Kapitel auf dem iPhone verfasst, den Roman per Hand zu Ende geschrieben und schließlich gemeinsam mit Warren Ellis die Vertonung vorgenommen hat.

Ein Roman ist nicht mehr automatisch nur ein Buch.

Auch im deutschsprachigen Raum versucht sich neue Literatur in neuen Formaten, wie zum Beispiel die Twitter-Literatur-Preisverleihung am 5.10.2009 oder die preisgekrönten Twitterer der ZIA Berlin.