Unternehmenskommunikation und Social Media? Besonders die US Automobilhersteller scheinen diese Kombination für sich entdeckt zu haben. Neben Ford hat auch GM den Mehrwert von Social Media für ihre Kommunikation entdeckt. Keith Childs, der europäische Statthalter von General Motors in Europa für den Bereich Social Media, gab mir in unserem Münchner Büro die Chance, ein paar interessante Einblicke in die Social Media Kommunikation von General Motors zu bekommen.
Im ersten Video spricht Monty während einer Ford Messetour über die Geschichte von Social Media Marketing und dessen Rolle für Großunternehmen und internationale Marken. Nach seinem Einstieg im Juli 2008 - also erst vor eineinhalb Jahren - hat er es gemeinsam mit CEO Alan Mulally geschafft, Social Media Aktivitäten auch in die Gesamtstrategie des Unternehmens einzugliedern. Und immerhin hat Ford im Q3/2009 einen satten 997 Millionen Dollar Profit hinlegen können.
Das zweite Video ist ein Interview mit dem Social Media Examiner Blog (das leider in den ersten 2 Minuten mit Marketing-Blabla zum neuen Auto beginnt, danach aber sehr interessant wird). Im Gespräch macht er auch klar, dass eine strategische Ausrichtung nur mit Unterstützung der Unternehmensführung funktionieren kann, die dann im besten Fall nicht nur Marketing und PR tragen, sondern durch alle Unternehmensbereiche (zB Innovation) greift.
Zu wichtigen Anlässen gibt es Videostatements - das war schon immer so. Unser historischer Anlass ist die Beteiligung vom deutschen Unternehmen Virtual Identity AG an Knallgrau.
Im Video sprechen Dieter Rappold, Kristina Mittendorfer, Bernhard Pfaffeneder, Ronald Malis, Erich Holzbauer, Markus Schmeiduch und ich (richtig ungewohnt, über ein Video zu bloggen in dem ich selbst vorkomme) über die spannenden Neuigkeiten, die Hintergründe und die Zukunft von Knallgrau.
Im Rahmen der Konferenz hat Suzi Craig (Blog, Twitter) die Serie "1 Question, 1 Minute" gefilmt und zahlreiche Teilnehmer interviewt. Die Frage dabei war: "What does the face of business look like in 5 years - a pimply teenager, a rock star, a GQ sales guy, a stay at home mom?"
Zweite Antwort kommt von Chris Brogan, der ganz treffend sagt: "es wird ein bekanntes Gesicht sein, das man kennt und dem man vertraut" und damit darauf anspielt, dass Kaufentscheidungen durch Empfehlung von Freunden viel schneller fallen als durch klassisches Persuasive Advertising.
Ursprünglich sollte hier das Video "What is Google Wave?" zu sehen sein – ein Hilferuf für eine von 100.000 Einladungen zur Preview zu bekommen; aber auch eine sehr gut gemachte Erklärung, warum Wave der Versuch eines Evolutionsschritts vom vor 40 Jahre erfundenen Email ist. Das Video hatten innerhalb von zwei Tagen eine Viertel Million Menschen gesehen.
Dann aber entdeckte ich im "Quell-Channel" des Videos das noch interessantere "How the Internet is Changing Advertising" - ein Lehrvideo über die Möglichkeiten von Online Kommunikation mit der Kernaussage, dass jedes Medium seine eigenen Stärken hat, eine Botschaft zu verbreiten: das war im Print Text und Bild in Form von Anzeigen, beim Radio der gesprochene Text und Musik, beim Fernsehen kam das überzeugende Bewegtbild dazu – im Social Web der Gegenwart ist es der Mechanismus des Sharing, der zum Beispiel von gut gemachten Viral Videos angestoßen werden kann.
PS: Bezüglich dem vielen Halbwissen ("ich weiß nicht wie das rechtlich ist") über Fake Accounts - in den USA überprüft Twitter seit einigen Monaten die Echtheit vor allem von Celebrity Accounts und versieht diese mit dem Siegel "Verified Account". Und schöne Siegel sind doch auch etwas, womit Menschen wie Kerner oder Letterman was anfangen können.
Diese 30 Minuten Zeit sollte man sich nehmen: Jonah Bloom (Advertising Age) diskutiert im Rahmen der "Creativity and Technology" Konferenz (nächster Termin 19. November in London) mit Mike Hoefflinger (Director of Monetization Product Marketing bei Facebook), Daniel Graf (CEO & Mitgründer von Kyte), Michael Lebowitz (Gründer und CEO von Big Spaceship) und Ben Palmer (Mitgründer und CEO von The Barbarian Group).
Weil dieses Video (und der vorläufige Produktname Zi8) nicht besonders überzeugend ist, schlägt Kodak bei der Markteinführung einer Videokompaktkamera neue Wege ein und bittet die potenziellen Käufer, Vorschläge für eine Umbenennung des Produkts zu machen.