Tag: Social Media

GM & Social Media - eine fruchtbare Beziehung

Interview with Keith Childs (General Motors Europe) from Virtual Identity on Vimeo.

Unternehmenskommunikation und Social Media? Besonders die US Automobilhersteller scheinen diese Kombination für sich entdeckt zu haben. Neben Ford hat auch GM den Mehrwert von Social Media für ihre Kommunikation entdeckt. Keith Childs, der europäische Statthalter von General Motors in Europa für den Bereich Social Media, gab mir in unserem Münchner Büro die Chance, ein paar interessante Einblicke in die Social Media Kommunikation von General Motors zu bekommen.

3 Unterhaltungen mit Scott Monty



Scott Monty, Head of Social Media bei Ford, taucht immer wieder in Knallgrau Präsentationen als Best Practise Beispiel auf. Höchste Zeit also, diesem "Face of Business" ein Blogpost zu widmen.

Im ersten Video spricht Monty während einer Ford Messetour über die Geschichte von Social Media Marketing und dessen Rolle für Großunternehmen und internationale Marken. Nach seinem Einstieg im Juli 2008 - also erst vor eineinhalb Jahren - hat er es gemeinsam mit CEO Alan Mulally geschafft, Social Media Aktivitäten auch in die Gesamtstrategie des Unternehmens einzugliedern. Und immerhin hat Ford im Q3/2009 einen satten 997 Millionen Dollar Profit hinlegen können.

Das zweite Video ist ein Interview mit dem Social Media Examiner Blog (das leider in den ersten 2 Minuten mit Marketing-Blabla zum neuen Auto beginnt, danach aber sehr interessant wird). Im Gespräch macht er auch klar, dass eine strategische Ausrichtung nur mit Unterstützung der Unternehmensführung funktionieren kann, die dann im besten Fall nicht nur Marketing und PR tragen, sondern durch alle Unternehmensbereiche (zB Innovation) greift.



In etwas ungezwungerer Situation wurde folgendes Video in Detroit aufgezeichnet: Scott Monty plaudert über Personal Branding, das zwei Eigenschaften erfüllen muss: es sollte bewusst gemacht werden und es sollte authentisch sein. Über dieses Thema hat vergangene Woche auch Dieter Rappold im OTS-Blog einen Gastbeitrag verfasst.



Scott Montys Personal Branding geht so weit, dass über ihn im Schnitt 10 Videos pro Monat auf YouTube auftauchen (was die Recherche enorm erleichtert ;)

Ein längeres (50 Minuten) Video mit Slideshare-Folien gibt es auf Awareness.com, wo es darum geht, wie stark Menschen einem Unternehmen vertrauen und wie sich dieses Verhältnis verändert. Genauso wie wir mehr Vertrauen in ein ehrliches Review auf Amazon oder eine Empfehlung durch Freunde auf Facebook setzen als in leere Werbebotschaften, wird es in Zukunft immer wichtiger sein, einem Unternehmen nach außen ein Gesicht (oder mehrere) wie Scott Monty zu geben.

Ralf Heller, dritter Geschäftsführer von vi knallgrau, im Interview



Einen Tag nach dem Big Bang hat Bjoern Negelmann den neuen dritten vi knallgrau Geschäftsführer Ralf Heller von Virtual Identity zur neuen Situation und Zusammenarbeit, und zu den Entwicklungen im Social Media Beratungsgeschäft interviewt.

Das Video wurde im Notizblog der Social Web World veröffentlicht.

Ein neuer Schritt von Knallgrau



Zu wichtigen Anlässen gibt es Videostatements - das war schon immer so. Unser historischer Anlass ist die Beteiligung vom deutschen Unternehmen Virtual Identity AG an Knallgrau.

Im Video sprechen Dieter Rappold, Kristina Mittendorfer, Bernhard Pfaffeneder, Ronald Malis, Erich Holzbauer, Markus Schmeiduch und ich (richtig ungewohnt, über ein Video zu bloggen in dem ich selbst vorkomme) über die spannenden Neuigkeiten, die Hintergründe und die Zukunft von Knallgrau.

Brian Solis, Chris Brogan, Paula Berg über das "Face of Business"


Das Inbound Marketing Summit ist ein dreimal jährlich stattfindender Austausch zu den Herausforderungen in der Marktkommunikation. Hinter dem Event stehen die New Marketing Labs unter der Leitung von Chris Brogan, den wir im Beitrag über Budgets in Interactive Media schon vorgestellt haben.

Im Rahmen der Konferenz hat Suzi Craig (Blog, Twitter) die Serie "1 Question, 1 Minute" gefilmt und zahlreiche Teilnehmer interviewt. Die Frage dabei war: "What does the face of business look like in 5 years - a pimply teenager, a rock star, a GQ sales guy, a stay at home mom?"

Brian Solis, der durch seine Social Media Prisms bekannte PR 2.0 Guru, meint es werden viele Gesichter sein: "Multiple Personality in Order" - auf Twitter erklärt er unter dem Thema "Aligning the Brand Personality with the Personality of the Individual Representing the Brand" seine Einschätzung: "the corp brand and the personal brand must be distinct and also align", "this is why a 'style guide' for social media is so important": "the personality of the person representing a brand should match the personality of the brand".

Zweite Antwort kommt von Chris Brogan, der ganz treffend sagt: "es wird ein bekanntes Gesicht sein, das man kennt und dem man vertraut" und damit darauf anspielt, dass Kaufentscheidungen durch Empfehlung von Freunden viel schneller fallen als durch klassisches Persuasive Advertising.

Eine weitere Antwort gibt Paula Berg von Southwest Airlines, über deren Social Media Strategie auch schon hier zu lesen war. Sie glaubt nach reiflicher Überlegung ebenfalls an viele verschiedene Gesichter, die in Zukunft Unternehmens- und Marketingbotschaften transportieren werden.

Alle Berichte über das IMS sind beim New Marketing Commentator gesammelt.

Werbung im Internet: Verbreiten von Botschaften



Ursprünglich sollte hier das Video "What is Google Wave?" zu sehen sein – ein Hilferuf für eine von 100.000 Einladungen zur Preview zu bekommen; aber auch eine sehr gut gemachte Erklärung, warum Wave der Versuch eines Evolutionsschritts vom vor 40 Jahre erfundenen Email ist. Das Video hatten innerhalb von zwei Tagen eine Viertel Million Menschen gesehen.

Dann aber entdeckte ich im "Quell-Channel" des Videos das noch interessantere "How the Internet is Changing Advertising" - ein Lehrvideo über die Möglichkeiten von Online Kommunikation mit der Kernaussage, dass jedes Medium seine eigenen Stärken hat, eine Botschaft zu verbreiten: das war im Print Text und Bild in Form von Anzeigen, beim Radio der gesprochene Text und Musik, beim Fernsehen kam das überzeugende Bewegtbild dazu – im Social Web der Gegenwart ist es der Mechanismus des Sharing, der zum Beispiel von gut gemachten Viral Videos angestoßen werden kann.

Sehr schön auf den Punkt gebracht, was wir Social Media Marketing nennen.

Johannes B. Kerner über Twitter: "Ist ja alles nicht wichtig"



Darüber kann man sich entweder amüsieren, oder sich ordentlich ärgern: Johannes Kerner mokiert sich in seiner ZDF-Show am 22. September über einen Fake Twitter Account, der auf seinen Namen lautet. Gemeinsam mit seinen großteils journalistischen Studiogästen wird höchst ignorant und abwertend über das in den letzten Monaten weltweit am schnellsten gewachsene Social Media Tool gesprochen.

Selbst ZDF-heute Anchorman Steffen Seibert weiß nicht "was er damit sollte", bringt aber zumindest das Iran-Beispiel als Ausnahmefall. Ein schönes Vorbild wie hierzulande Armin Wolf (gestern nahezu zeitgleich) kommt nicht zur Sprache.

Für all das gibt's im Studio inszenierten Applaus, das Feedback im betroffenen Kanal schaut anders aus: http://search.twitter.com/search?q=kerner+twitter

PS: Bezüglich dem vielen Halbwissen ("ich weiß nicht wie das rechtlich ist") über Fake Accounts - in den USA überprüft Twitter seit einigen Monaten die Echtheit vor allem von Celebrity Accounts und versieht diese mit dem Siegel "Verified Account". Und schöne Siegel sind doch auch etwas, womit Menschen wie Kerner oder Letterman was anfangen können.

PPS: einen längeren Ausschnitt ("Twitter ist die Pest") der Sendung, die ursprünglich die deutsche Bundestagswahl als Thema hatte, findet sich auf Twitreel und in voller Länge in der äußerst schlecht verlinkbaren ZDF Mediathek.

Remaking Media in a Social World



Diese 30 Minuten Zeit sollte man sich nehmen: Jonah Bloom (Advertising Age) diskutiert im Rahmen der "Creativity and Technology" Konferenz (nächster Termin 19. November in London) mit Mike Hoefflinger (Director of Monetization Product Marketing bei Facebook), Daniel Graf (CEO & Mitgründer von Kyte), Michael Lebowitz (Gründer und CEO von Big Spaceship) und Ben Palmer (Mitgründer und CEO von The Barbarian Group).

Thema: die Veränderung der Medienlandschaft hinsichtlich der Werbe- und Marketingbudgets.

Dieter Rappold über die Orchestrierung von Social Media Aktivitäten



Wie uns Bjoern Negelmann gerade zugetwittert hat, ist sein Interview mit Dieter Rappold jetzt online.

Aufgenommen kurz vor dem Community & Marketing 2.0 SUMMIT, sprechen die beiden über "mehr Möglichkeiten durch Social Media als Ergänzung von klassischen Kampagnen durch Vorab-Aktionen" und den großen Vorteil der Messbarkeit und Plausibilisierung der eingesetzten Budgets.

Leider mit sehr dunklem Licht - dafür ist das Gesagte umso erhellender ;)

Zi8: Kodak probiert Crowdsourcing und Mitbestimmung durch Social Media



Weil dieses Video (und der vorläufige Produktname Zi8) nicht besonders überzeugend ist, schlägt Kodak bei der Markteinführung einer Videokompaktkamera neue Wege ein und bittet die potenziellen Käufer, Vorschläge für eine Umbenennung des Produkts zu machen.

Ausgehend von einem Review im Boston Globe, das im ersten Satz die Produktbenennung als »schrecklich« bezeichnet, hat Kodak-Chefbloggerin Jenny Cisney (eine laut Advertisting Age »Woman To Watch 2009«) zum Crowdsourcing aufgerufen.

Kodak hat in den letzten 5 Jahren mit vielen historischen Entscheidungen Unternehmen und Unternehmenskultur von der analogen in die digitale Welt gebracht und sich im Social Media Bereich breit aufgestellt (mit überraschend guten Social Media Tips (leider PDF)). Das ist für den nach wie vor weltweit größten Lieferant von Filmmaterial noch recht überschaubar und teilweise unerträglich retro, aber dieses Interview zeigt die längerfristigen Strategien auf.

Es hat noch nicht ganz »Klick« gemacht...