Tag: Interview

Ein neuer Schritt von Knallgrau



Zu wichtigen Anlässen gibt es Videostatements - das war schon immer so. Unser historischer Anlass ist die Beteiligung vom deutschen Unternehmen Virtual Identity AG an Knallgrau.

Im Video sprechen Dieter Rappold, Kristina Mittendorfer, Bernhard Pfaffeneder, Ronald Malis, Erich Holzbauer, Markus Schmeiduch und ich (richtig ungewohnt, über ein Video zu bloggen in dem ich selbst vorkomme) über die spannenden Neuigkeiten, die Hintergründe und die Zukunft von Knallgrau.

Brian Solis, Chris Brogan, Paula Berg über das "Face of Business"


Das Inbound Marketing Summit ist ein dreimal jährlich stattfindender Austausch zu den Herausforderungen in der Marktkommunikation. Hinter dem Event stehen die New Marketing Labs unter der Leitung von Chris Brogan, den wir im Beitrag über Budgets in Interactive Media schon vorgestellt haben.

Im Rahmen der Konferenz hat Suzi Craig (Blog, Twitter) die Serie "1 Question, 1 Minute" gefilmt und zahlreiche Teilnehmer interviewt. Die Frage dabei war: "What does the face of business look like in 5 years - a pimply teenager, a rock star, a GQ sales guy, a stay at home mom?"

Brian Solis, der durch seine Social Media Prisms bekannte PR 2.0 Guru, meint es werden viele Gesichter sein: "Multiple Personality in Order" - auf Twitter erklärt er unter dem Thema "Aligning the Brand Personality with the Personality of the Individual Representing the Brand" seine Einschätzung: "the corp brand and the personal brand must be distinct and also align", "this is why a 'style guide' for social media is so important": "the personality of the person representing a brand should match the personality of the brand".

Zweite Antwort kommt von Chris Brogan, der ganz treffend sagt: "es wird ein bekanntes Gesicht sein, das man kennt und dem man vertraut" und damit darauf anspielt, dass Kaufentscheidungen durch Empfehlung von Freunden viel schneller fallen als durch klassisches Persuasive Advertising.

Eine weitere Antwort gibt Paula Berg von Southwest Airlines, über deren Social Media Strategie auch schon hier zu lesen war. Sie glaubt nach reiflicher Überlegung ebenfalls an viele verschiedene Gesichter, die in Zukunft Unternehmens- und Marketingbotschaften transportieren werden.

Alle Berichte über das IMS sind beim New Marketing Commentator gesammelt.

Prince Philip spricht auf YouTube über TV



Normalerweise nur in Klatschspalten, hat sich Prince Philip letzte Woche durch Kritik am Design von Fernsehgeräten Gehör verschafft. Im Interview mit Kevin McCloud spricht er überraschend kompetent über seine Leidenschaft für Design.

Interessant bei dieser Geschichte ist weniger die Tatsache, dass Print und TV sich über seine Aussagen amüsieren, sondern dass Prince Philip ganz einfach Recht hat: die Bedienung eines Fernsehers in unnotwendig komplex.

Zweite Tatsache, die überrascht: das TV-kritische Interview wird im YouTube Channel der Royals veröffentlicht.

Diese Besonderheit wird zwar in der AP Aussendung erwähnt, allerdings wird in keiner einzigen zitierenden Quelle (nicht einmal in der Huffington Post) das Video eingebunden. Allein TechCrunch zeigt das Video - und trotzdem kommt es tagelang nicht über 10.000 Views hinaus.

Prince Philip hat im Rahmen des Prince Philip Designers Prize berechtigte Kritik an Industrial Design geübt, das seine Altersgruppe ignoriert ("Why can't you have a handset that people who are not 10 years old can actually read?") - und er hat diese Kritik im Spannungsfeld zwischen alten und neuen Medien, zwischen Presseaussendung und Blogs, zwischen Broadcasting und Conversation – wenn auch nicht bewusst, aber dennoch geschickt platziert.

Nick Cave schreibt Literatur für iPhone



Nick Cave hat einen Roman geschrieben (The Death of Bunny Munro) und vetreibt ihn als Buch, als Podcast und als iPhone-Applikation (iTunes AppStore), die beides vereint.

Im Video-Interview mit Wired erzählt er, wie er das erste Kapitel auf dem iPhone verfasst, den Roman per Hand zu Ende geschrieben und schließlich gemeinsam mit Warren Ellis die Vertonung vorgenommen hat.

Ein Roman ist nicht mehr automatisch nur ein Buch.

Auch im deutschsprachigen Raum versucht sich neue Literatur in neuen Formaten, wie zum Beispiel die Twitter-Literatur-Preisverleihung am 5.10.2009 oder die preisgekrönten Twitterer der ZIA Berlin.

Thomas Gensemer: Schlüssel zum Marketing-Erfolg



Thomas Gensemer von Blue State Digital haben wir schon einmal vorgestellt. Im Interview mit dem Business Insider spricht er natürlich über den Obama-Wahlkampf, aber auch über die grundsätzlich Art seiner Arbeit für viele politische und Non-Profit Organisationen.

Gensemer betont immer, dass die Botschaft wichtiger ist als die Funktionalität oder die Technologie und dass letzteres immer nur als Mittel zum Zweck dienen kann, aber gut und einfach funktionieren sollte und sehr wohl einen Unterschied macht. Weiters spricht er über die "Nimble Young Minds" in seinem Team und wie essentiell es ist, sich mit dem Kampagnenziel zu identifizieren – was bei typischen "Guten Zweck"-Projekten von NGOs vielleicht leichter fällt, dafür diese Kunden aber kein "easy sell" sind.
Schließlich gehört zur Verbreitung der Botschaft die User Experience und der gefühlte persönliche Austausch mit der Kampagne. Viele kleine Schritte und individualisiertes Messaging nähren Courage und Partizipation.

Der Nachhall der Obama-Kampagne nimmt kein Ende - im November erscheint eine Art Kunstbuch von Design Director Scott Thomas, das vor allem graphische Auseinandersetzungen zeigt.

Dieter Rappold als Gastdozent an der Zürcher Hochschule der Künste



Interview mit Dieter Rappold im Oktober 2008, als er als Gastdozent am Studiengang CAST tätig war.

Für alle Beteiligten war diese Zeit eine große Bereicherung (Blogposts im Knallgrau Blog und Dieter Rappolds Blog) und so freuen wir uns, dass heuer eine Wiederholung stattfindet.

PS: Das Video ist leider sehr schlecht ausgeleuchtet - wir werden alles daran setzen, Dieter Rappold diesmal in ein besseres Licht zu rücken ;)

PPS: Ausgerechnet heute erscheint auch die neu gestaltete Printausgabe der Neuen Zürcher Zeitung - in einem schönen Interview mit Chefdesigner Mike Meiré (hat auch Brand Eins gemacht) blickt dieser mit seinen Augen auf die letzten Monate zurück.

Guy Kawasaki: The Art of Schmoozing



Der sympathische Guru Guy Kawasaki kommt nach Wien: heute in einer Woche, am Donnerstag, 10. September in Schönbrunn.

Im Video-Interview mit GuruTube erklärt er wieviel leichter das Leben ist, wenn man anderen Personen entgegenkommt anstatt sie für die eigenen Zwecke zu nutzen. Er nennt es "Schmoozing". Mehr davon erfahren wir womöglich bei seinem Wien-Besuch.

Dieter Rappold über die Orchestrierung von Social Media Aktivitäten



Wie uns Bjoern Negelmann gerade zugetwittert hat, ist sein Interview mit Dieter Rappold jetzt online.

Aufgenommen kurz vor dem Community & Marketing 2.0 SUMMIT, sprechen die beiden über "mehr Möglichkeiten durch Social Media als Ergänzung von klassischen Kampagnen durch Vorab-Aktionen" und den großen Vorteil der Messbarkeit und Plausibilisierung der eingesetzten Budgets.

Leider mit sehr dunklem Licht - dafür ist das Gesagte umso erhellender ;)

Kevin Spacey, David Letterman, Armin Wolf, Twitter



Kevin Spacey erklärt David Letterman, einer Ikone des klassischen Mediums Fernsehen, das Phänomen Twitter (via). Anders als Puff Daddy bei Ellen sendet Spacey auch wirklich einen Tweet während der Sendung ab. Und diese Authentizität führte wohl auch zur unglaublichen Following/Followers-Ratio von 1:200.000 - das schaffen nicht viele der Top Twitterer.

Und: anders als David Letterman ("the twitter... how much does it cost?") tut sich ZIB2-Anchorman Armin Wolf nicht schwer mit Twitter, außer wenn er merkt dass es auch Arbeit ist ("...hat meinen Stress deutlich erhöht"), wie er im Interview mit Ritchie Pettauer im Rahmen des Werbeplanung Summit erzählt.

Fazit: immerhin sendet CBS auf YouTube hochqualitatives Video in voller Länge. Anders als der ORF.

Euan Semple: How to start a social media journey



Euan Semple (Blog) war einer der ersten Berater für Enterprise Social Computing. Seine vielen Jahre im Wissensmanagement der BBC legten den Grundstein für seine Visionen eines Enterprise 2.0 - eine digital gestützte, bessere Kommunikation im Unternehmen.

Im Video spricht er während der Future Focus London - einer Veranstaltung von IBM und dem britischen Telegraph Business Club (YouTube Channel) - über die Chancen im Bereich der Unternehmenskommunikation und des Konsumentenmarketing.

Wie auch in Videos auf guruonline.tv rät Semple zum mutigen, entschlossenen und leidenschaftlichen Umgang mit Medium und Marke, und keine Angst vor Fehlern zu haben (passiert, wenn Menschen kommunizieren - und kann auch wieder gut gemacht werden). Zitat: "Corporations don't tweet, people do."