Zu wichtigen Anlässen gibt es Videostatements - das war schon immer so. Unser historischer Anlass ist die Beteiligung vom deutschen Unternehmen Virtual Identity AG an Knallgrau.
Im Video sprechen Dieter Rappold, Kristina Mittendorfer, Bernhard Pfaffeneder, Ronald Malis, Erich Holzbauer, Markus Schmeiduch und ich (richtig ungewohnt, über ein Video zu bloggen in dem ich selbst vorkomme) über die spannenden Neuigkeiten, die Hintergründe und die Zukunft von Knallgrau.
Im Rahmen der Konferenz hat Suzi Craig (Blog, Twitter) die Serie "1 Question, 1 Minute" gefilmt und zahlreiche Teilnehmer interviewt. Die Frage dabei war: "What does the face of business look like in 5 years - a pimply teenager, a rock star, a GQ sales guy, a stay at home mom?"
Zweite Antwort kommt von Chris Brogan, der ganz treffend sagt: "es wird ein bekanntes Gesicht sein, das man kennt und dem man vertraut" und damit darauf anspielt, dass Kaufentscheidungen durch Empfehlung von Freunden viel schneller fallen als durch klassisches Persuasive Advertising.
Normalerweise nur in Klatschspalten, hat sich Prince Philip letzte Woche durch Kritik am Design von Fernsehgeräten Gehör verschafft. Im Interview mit Kevin McCloud spricht er überraschend kompetent über seine Leidenschaft für Design.
Im Video-Interview mit Wired erzählt er, wie er das erste Kapitel auf dem iPhone verfasst, den Roman per Hand zu Ende geschrieben und schließlich gemeinsam mit Warren Ellis die Vertonung vorgenommen hat.
Ein Roman ist nicht mehr automatisch nur ein Buch.
Gensemer betont immer, dass die Botschaft wichtiger ist als die Funktionalität oder die Technologie und dass letzteres immer nur als Mittel zum Zweck dienen kann, aber gut und einfach funktionieren sollte und sehr wohl einen Unterschied macht. Weiters spricht er über die "Nimble Young Minds" in seinem Team und wie essentiell es ist, sich mit dem Kampagnenziel zu identifizieren – was bei typischen "Guten Zweck"-Projekten von NGOs vielleicht leichter fällt, dafür diese Kunden aber kein "easy sell" sind.
Schließlich gehört zur Verbreitung der Botschaft die User Experience und der gefühlte persönliche Austausch mit der Kampagne. Viele kleine Schritte und individualisiertes Messaging nähren Courage und Partizipation.
Der Nachhall der Obama-Kampagne nimmt kein Ende - im November erscheint eine Art Kunstbuch von Design Director Scott Thomas, das vor allem graphische Auseinandersetzungen zeigt.
PS: Das Video ist leider sehr schlecht ausgeleuchtet - wir werden alles daran setzen, Dieter Rappold diesmal in ein besseres Licht zu rücken ;)
PPS: Ausgerechnet heute erscheint auch die neu gestaltete Printausgabe der Neuen Zürcher Zeitung - in einem schönen Interview mit Chefdesigner Mike Meiré (hat auch Brand Eins gemacht) blickt dieser mit seinen Augen auf die letzten Monate zurück.
Der sympathische Guru Guy Kawasakikommt nach Wien: heute in einer Woche, am Donnerstag, 10. September in Schönbrunn.
Im Video-Interview mit GuruTube erklärt er wieviel leichter das Leben ist, wenn man anderen Personen entgegenkommt anstatt sie für die eigenen Zwecke zu nutzen. Er nennt es "Schmoozing". Mehr davon erfahren wir womöglich bei seinem Wien-Besuch.
Und: anders als David Letterman ("the twitter... how much does it cost?") tut sich ZIB2-Anchorman Armin Wolf nicht schwer mit Twitter, außer wenn er merkt dass es auch Arbeit ist ("...hat meinen Stress deutlich erhöht"), wie er im Interview mit Ritchie Pettauer im Rahmen des Werbeplanung Summit erzählt.
Fazit: immerhin sendet CBS auf YouTube hochqualitatives Video in voller Länge. Anders als der ORF.
Euan Semple (Blog) war einer der ersten Berater für Enterprise Social Computing. Seine vielen Jahre im Wissensmanagement der BBC legten den Grundstein für seine Visionen eines Enterprise 2.0 - eine digital gestützte, bessere Kommunikation im Unternehmen.
Im Video spricht er während der Future Focus London - einer Veranstaltung von IBM und dem britischen Telegraph Business Club (YouTube Channel) - über die Chancen im Bereich der Unternehmenskommunikation und des Konsumentenmarketing.
Wie auch in Videos auf guruonline.tv rät Semple zum mutigen, entschlossenen und leidenschaftlichen Umgang mit Medium und Marke, und keine Angst vor Fehlern zu haben (passiert, wenn Menschen kommunizieren - und kann auch wieder gut gemacht werden). Zitat: "Corporations don't tweet, people do."