Die Designabteilung der New York Times gehört zu den innovativsten und besten im Web und hat schon öfter hier im Videoblog gespielt.
Der Gestalten Verlag hat eine Kurz-Doku über das Team und deren Arbeit gedreht und blickt auf das Selbstverständnis der handelnden Personen.
Sie sehen sich als Editors - denn allein schon wegen des oft beschränkten Platzangebots (zB auf der dicht gedrängten Startseite) muss der zu visualisierende Inhalt stark überarbeitet und auf den Punkt gebracht werden. Genauso wie jeder schreibende Journalist sind auch die Infografiker vor Ort unterwegs - etwa im Irak – dann aber ohne jegliche Technik, nur mit Notizblock.
‚It’s where reputations are made and where reputations are broken and it’s happening every day online in social media.’
Schön sagt er das, der Thomas Crampton. Der ist nämlich Asia-Pacific Director of 360 Digital Influence für Ogilvy Public Relations Worldwide und allwissend, wenn es um die Präsenz in den Sozialen Medien geht.
In der Red Chair Series redet er über so Einiges. Zum Beispiel, warum wir erst am Anfang der Social Media Ära stehen, warum wir schon in ein paar Jahren das Verstehen und Anwenden von Facebook, Twitter und Co als selbstverständlich sehen werden und warum Social Media so wahnsinnig wichtig für ein Unternehmen ist.
Neu und toll ist Geolocation (Foursquare! und neuerdings auch Facebook Places!) und alle anderen Social Networks sind das sowieso auch.
Dann gibt uns Crampton auch noch ein paar Tipps, was man in der Welt von Social Media tun und lassen soll - wie zum Beispiel lügen. Das soll man natürlich lassen, eh klar. Ignorieren ist auch nicht ideal, außer vielleicht Leute ohne Einfluss. Klingt grausam, ist aber so. Lieber den Fokus auf positive Bekanntheiten richten, oder so.
Und was Thomas Crampton auch noch so nebenbei vorschlägt: ‚Don’t get your summer intern to do it for you.’
Bis auf Frankreich und Deutschland hat LinkedIn international eine klare Führerschaft in Businessnetzwerken. Und ein allgemein starkes Wachstum ist auch in Mitteleuropa zu beobachten. Größter Konkurrent im deutschsprachigen Raum ist natürlich XING mit 9 Millionen Benutzern, gegenüber knapp einer halben Million deutscher LinkedIn-Nutzer.
Im Interview spricht Guericke auch ausführlich über die Rolle des Produktdesigns in der strategischen Entwicklung der Plattform hinsichtlich des Wachstums in D/A/CH. Er gibt an, dass sich LinkedIn alle drei Monate um die Dimension von XING vergrößert.
Vorerst geht es um die Arbeiten an Features der nächsten Version von Digg.com und es gibt eine interessante Zielformulierung: "we wanna be the most efficient way for links to spread around the universe" - ein Anspruch den sich Digg mit Twitter und Facebook teilt.
Schließlich spricht Rose auch über die Neuaufstellung des Unternehmens, die Suche nach einem CEO und seine eigene Rolle nach der Zeit als Executive, sowie die Entwicklung einer lernenden Organisation. Es kommt auch die 5-Jahres-Frage und die Antwort ist: Podcasting und Investing in Startups.
Stefan Weitz ist Director of bing und somit der search guy at Microsoft.
Im Gespräch mit dem auffallend gut gemachten Blog AppStory (der YouTube Kanal hat viele gute Videos u.a. mit Sören Stamer) spricht er über die Möglichkeiten, die die Nutzung von Suche auf mobilen Geräten mit sich bringt und über die technische Entwicklung, die hier erst am Anfang steht. Dass Geolocation das Thema des Jahres ist, zeigt auch die stärkere Verflechtung von Twitter und Facebook mit neuen Diensten wie Foursquare und Gowalla - letzte Ausprägung: Twitter Places.
Weitz denkt auch laut über die Verknüpfung von Geo-Daten und Auto-Suggestions, also Suchvorschläge basierend auf Ort oder Uhrzeit nach und gibt Einblick über die Forschungen in diesem Thema. Es überrascht nicht, dass Bing stärker in die mobile Suche und auf mehrere Endgeräte will – breit diskutiert wurde ja die Bing-Option auf den neuen Apple-Geräten.
Letztes Thema ist die Herausforderung, die Absicht einer Suchanfrage zu erkennen. Eine Aufgabe, der sich im Moment alle Suchmaschinenanbieter stellen. Stichwort "Vertical vs Horizontal Search" - also Ergebnisse, die in die Tiefe gehen anstatt breit über das gesamte Web immer die gleichen Ergebnisse bringen.
Bret Taylor ist der neue CTO von Facebook. Als Mitgründer von FriendFeed und Google Maps hat er das Webgeschehen schon stark geprägt, nach der Übernahme von Friendfeed durch Facebook bekommt er jetzt noch mehr Gelegenheit dazu.
Im Videointerview für Gigaom mit Liz Gannes erzählt er von seinen Vorhaben. Ausgehend von der Facebook Plattform wird er Personalisierung, Verknüpfung und Austausch von Applikationen quer über das Web vorantreiben. Die Facebook Technologien sollen nicht nur auf die .com beschränkt sein, sondern unabhängig von mobilen Geräten oder externen Webseiten die gleiche Qualität bringen.
Erweiterungen wird es auch bei der Suche und im Newsfeed geben - zwei Kernelemente der User Experience, die Realtime Web und Search Visibility zusammenbringen: beides Dinge, mit welchen Google langfristig nicht so gut umgehen kann wie Facebook. Für die Echtzeitdarstellung fehlen Google das Setup und die richtigen Algorithmen, für die Suchergebnisrelevanz die sozialen Interaktionen.
Taylor spricht demonstrativ entspannt über die spannende Zukunft des größten Social Networks der Welt.
Im Rahmen der Creative Printing Konferenz am 22. April 2010 in Wien hatten wir die Gelegenheit, ein paar Worte mit Scott Thomas, dem Design Director der Obama Kampagne 2008 zu wechseln. Scott hat bei der Konferenz eine spannende Keynote gehalten und fünf Exemplare seines Buchprojektes Designing Obama mitgebracht (ja, wir konnten eines davon erhaschen).
Wir sprachen über die generelle Rolle von Design für politische Kampagnen und die Unterschiede zwischen Print und Web - ein Spannungsfeld, um das sich auch die ganze Konferenz gedreht hat. Außerdem erzählt Thomas über die Arbeit im Designteam, das zu Beginn nur aus zwei Personen bestand, später aber viele Experten in einer Art Start-Up Situation vereinte. Die Gestaltungsrichtung, die in diesem Team entstand, hat seine Fortführung auch in den vielen neuen Webprojekten (zum Beispiel whitehouse.gov, serve.gov) der Obama Präsidentschaft gefunden. Natürlich waren - auch hier in Österreich - viele Nachahmer dabei, aber Scott Thomas fühlte sich eher geehrt als bloß kopiert und hätte gerne einige von den guten Designern der Knockoffs in sein Team aufgenommen.
Die Zeit nach der Kampagne war nicht einfach, erzählt Scott, aber er konnte durch das Kunstbuch Designing Obama einen formschönen Abschluss finden. Das Buch wurde über Kickstarter, eine Crowdsourcing Plattform für Fundraising finanziert und ist eben erst fertig geworden. Derzeit wird noch an einer iPad App gearbeitet, die das Designbuch adäquat darstellen und in den nächsten Wochen starten sollUPDATE: die iPad App ist ab sofort verfügbar.
Die Frage zu seinem Twitternamen lässt sich auch gut mit seiner Twitter-Bio beantworten: Constantly seeking simple solutions to complex problems.
Jetzt, wenige Tage vor dem Verkaufsstart des iPad, sind eReader mehr im Gespräch, denn je zuvor. Obwohl oft gemutmast wird ob eReader denn ein adäquater Ersatz für traditionelle Bücher sein, bringt Stephen Fry im Video die Sache mit neuen Technologien auf den Punkt: Ausprobieren und erleben ist angesagt! (frei nach der Empfehlung von Tim O'Reilly)
Das Schlagwort hier ist Eye Tracking. Text 2.0 gibt einen ersten Eindruck, und Produkte wie die von Stephen Fry erwähnte Music Player Steuerung per Augen-Gesten, oder das SASWAT Projekt zeigen was mit Eye Tracking noch alles möglich wird.
Gerade für Touch-Interfaces könnte Eye Tracking die Antwort darauf sein wie man Hover Effekte nutzbar macht, um so die Verwendung von Tablets noch intuitiver zu machen. Die ersten Patente dafür hat Apple ja schon angemeldet.