Die Designabteilung der New York Times gehört zu den innovativsten und besten im Web und hat schon öfter hier im Videoblog gespielt.
Der Gestalten Verlag hat eine Kurz-Doku über das Team und deren Arbeit gedreht und blickt auf das Selbstverständnis der handelnden Personen.
Sie sehen sich als Editors - denn allein schon wegen des oft beschränkten Platzangebots (zB auf der dicht gedrängten Startseite) muss der zu visualisierende Inhalt stark überarbeitet und auf den Punkt gebracht werden. Genauso wie jeder schreibende Journalist sind auch die Infografiker vor Ort unterwegs - etwa im Irak – dann aber ohne jegliche Technik, nur mit Notizblock.
Vorerst geht es um die Arbeiten an Features der nächsten Version von Digg.com und es gibt eine interessante Zielformulierung: "we wanna be the most efficient way for links to spread around the universe" - ein Anspruch den sich Digg mit Twitter und Facebook teilt.
Schließlich spricht Rose auch über die Neuaufstellung des Unternehmens, die Suche nach einem CEO und seine eigene Rolle nach der Zeit als Executive, sowie die Entwicklung einer lernenden Organisation. Es kommt auch die 5-Jahres-Frage und die Antwort ist: Podcasting und Investing in Startups.
Lange hat das Web damit gekämpft, dass v.a. marktdominante Browser mit der schnellen Entwicklung des Internet nicht mithalten konnten. Derzeit wird vielerorts gerade an den grundlegenden Prinzipien des Browser gearbeitet und vieles neu gedacht. Der Browser ist in den letzten Jahren als Schlüsselanwendung und Schnittstelle zu vielen Web-Services so stark ins Zentrum der Computernutzung gerückt, dass sogar das bisherige Betriebssystem in Frage gestellt wird.
Im Video erklärt Alex Faaborg, User Experience Designer bei Mozilla, die Notwendigkeit einer Neustrukturierung der Tableiste am Beispiel von Firefox 4 - zum Beispiel um optimal mit Web-Services umgehen zu können.
Browser müssen auf Anforderungen von immer mehr und immer jüngeren und älteren Internet-Benutzern reagieren, auf Entwicklungen aus der Developerwelt, und auf neue Umgebungen in mobilen Geräten wie Tablets reagieren. Damit hat sich auch Markus beschäftigt - seine Chrome-for-iPad Studie wurde unter anderem auch in TechCrunch gewürdigt.
Stefan Weitz ist Director of bing und somit der search guy at Microsoft.
Im Gespräch mit dem auffallend gut gemachten Blog AppStory (der YouTube Kanal hat viele gute Videos u.a. mit Sören Stamer) spricht er über die Möglichkeiten, die die Nutzung von Suche auf mobilen Geräten mit sich bringt und über die technische Entwicklung, die hier erst am Anfang steht. Dass Geolocation das Thema des Jahres ist, zeigt auch die stärkere Verflechtung von Twitter und Facebook mit neuen Diensten wie Foursquare und Gowalla - letzte Ausprägung: Twitter Places.
Weitz denkt auch laut über die Verknüpfung von Geo-Daten und Auto-Suggestions, also Suchvorschläge basierend auf Ort oder Uhrzeit nach und gibt Einblick über die Forschungen in diesem Thema. Es überrascht nicht, dass Bing stärker in die mobile Suche und auf mehrere Endgeräte will – breit diskutiert wurde ja die Bing-Option auf den neuen Apple-Geräten.
Letztes Thema ist die Herausforderung, die Absicht einer Suchanfrage zu erkennen. Eine Aufgabe, der sich im Moment alle Suchmaschinenanbieter stellen. Stichwort "Vertical vs Horizontal Search" - also Ergebnisse, die in die Tiefe gehen anstatt breit über das gesamte Web immer die gleichen Ergebnisse bringen.
Bret Taylor ist der neue CTO von Facebook. Als Mitgründer von FriendFeed und Google Maps hat er das Webgeschehen schon stark geprägt, nach der Übernahme von Friendfeed durch Facebook bekommt er jetzt noch mehr Gelegenheit dazu.
Im Videointerview für Gigaom mit Liz Gannes erzählt er von seinen Vorhaben. Ausgehend von der Facebook Plattform wird er Personalisierung, Verknüpfung und Austausch von Applikationen quer über das Web vorantreiben. Die Facebook Technologien sollen nicht nur auf die .com beschränkt sein, sondern unabhängig von mobilen Geräten oder externen Webseiten die gleiche Qualität bringen.
Erweiterungen wird es auch bei der Suche und im Newsfeed geben - zwei Kernelemente der User Experience, die Realtime Web und Search Visibility zusammenbringen: beides Dinge, mit welchen Google langfristig nicht so gut umgehen kann wie Facebook. Für die Echtzeitdarstellung fehlen Google das Setup und die richtigen Algorithmen, für die Suchergebnisrelevanz die sozialen Interaktionen.
Taylor spricht demonstrativ entspannt über die spannende Zukunft des größten Social Networks der Welt.
Die voestalpine AG, internationaler Stahlindustriekonzern mit Sitz in Linz, hat mit Jahresbeginn eine dreiteilige Digitalks-Vortragsserie gestartet, um für das Thema Social Media ein breiteres Verständnis im Unternehmen zu schaffen.
Im Video sprechen der Vorstand der voestalpine sowie die Verantwortlichen für die Konzernkommunikation und das Online Media Management über die Eindrücke aus den Vorträgen, die persönliche Sichtweise und die Relevanz von Social Media für die Zukunft.
Jetzt, wenige Tage vor dem Verkaufsstart des iPad, sind eReader mehr im Gespräch, denn je zuvor. Obwohl oft gemutmast wird ob eReader denn ein adäquater Ersatz für traditionelle Bücher sein, bringt Stephen Fry im Video die Sache mit neuen Technologien auf den Punkt: Ausprobieren und erleben ist angesagt! (frei nach der Empfehlung von Tim O'Reilly)
Das Schlagwort hier ist Eye Tracking. Text 2.0 gibt einen ersten Eindruck, und Produkte wie die von Stephen Fry erwähnte Music Player Steuerung per Augen-Gesten, oder das SASWAT Projekt zeigen was mit Eye Tracking noch alles möglich wird.
Gerade für Touch-Interfaces könnte Eye Tracking die Antwort darauf sein wie man Hover Effekte nutzbar macht, um so die Verwendung von Tablets noch intuitiver zu machen. Die ersten Patente dafür hat Apple ja schon angemeldet.
Die Highlights des vierten Konferenz Tages: Am Vormittag stellten Wired & Adobe zum ersten Mal ihr gemeinsames Tablet Projekt live vor. Das Interesse war groß, schließlich sind Wired, zusammen mit der NYTimes, die Vorreiter in der Umsetzung einer Magazin/Newspaper - Tablet Version. Adobe's Jeremy ClarkIn demonstrierte die Interaktionsmöglichkeiten auf mehreren Multitouch Geräten (Dell Tablet bis Nexus One Android Phone) und lies durchblicken, dass Adobe die Tools InDesign und Air in Hinblick auf Redaktionsworkflows & Tablet Magazines optimieren will. Laut Wired bedeutet die Umsetzung einer Tablett Ausgabe, laut aktueller Planung & Learnings aus dem Prototyp, 10-15 % an Mehraufwand für das gesamte Team. Ziel ist es bis zum Sommer mit dem Angebot auf verschiedenen Endgeräten live zu gehen. Geplant ist weiters alle Anzeigen des Print Magazins in der Tablet Version zu inkludieren, erweitert um Interaktionsmöglichkeiten (Galleries, 360° Ansichten) und Conversion (Weblink, Formular, Anruf). Artikel sollen weiters auch Live Data beziehen können ("latest blogposts on this topic" zum Beispiel). Die Crew an Editoren und Fotografen wird momentan geschult für die erweiterten Aufgaben (Vidoeshootings als Zusatztask für die Fotografen zB).
Am Nachmittag strömten die Menschenmessen zur Keynote von Twitter's CEO Evan Williams. Laut Gerüchten sollte das langerwartete Twitter Werbe Modell vorgestellt werden. Schlussendlich wurden neue Erweiterungen präsentiert um Twitter besser in Websites & Portale integrieren zu können. Sicherlich ein wichtiger Schritt, aber keine Antwort auf die Frage, wie Twitter langfristig Geld verdienen will. Das anschließende Keynote Interview durch Umair Haque (Harvard Business Review) war so harmlos, dass die Menschenmassen scharenweise den Saal verließen und die gesamten Keynote einen schalen Eindruck hinterlassen hat.
Am Vorabend wurde noch ausgiebig gefeiert bei der Twitter SXSW Party im. In Anwesenheit von Web Celebrities wie Kevin Rose, spielten "Black Joe Lewis" ein mitreisendes Konzert (zu sehen am Ende des Videos). Austin darf sich jedenfalls freuen, schließlich setzen Gastronomie und Hotels bis zu 100 Mio Dollar während dem 9tägigen Festivals um.
Erste Eindrücke aus Austin: Das Austin Convention Center ist derart rießig, dass sich die 15.000 Interactive Besucher gut verteilen. Zu den ersten Session Highlights zählten die Panels von Samantha Warren & Matthew Smith. Samantha propagierte in ihrer Session eine Typographie Revolution im WebDesign, die durch CSS3 und Plattformen wie http://typekit.com/ erst möglich gemacht wird. Ein Thema, dem auch in den nächsten Tagen sehr viele Panels gewidmet sind. Matthew, einer der zur Zeit angesagtesten Webdesigner, gab in seiner Session wiederum Einblicke in den DesignProzess und aktuelle Trends im Webdesign. So wurde zb der DesignRelaunch von www.gowalla.com mehrfach als State of the Art bezeichnet.
Die vorangegangene Keynote von Reichenstein hat der Sydney Morning Herald vorbildlich im Video Archiv. Sein Vortrag dreht sich vor allem um Design und das Interface von Nachrichten online (u.a. mit Krone.at Case), mit vielen Ideen Richtung Wikis, Brands, Werbung und APIs.