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Bücher lesen im Zeitalter von Online-Bewegtbild



Nachdem das Buch nicht ausstirbt, wir immer mehr lesen und heute mehr Bücher und Leselisten denn je produziert werden, machen Kevin Rose ("Digg") und Tim Ferriss ( Autor von "Four hour work week") ganz zufällig ein Video über ihre persönlichen Buchempfehlungen (Liste der Bücher mit Links auf Amazon).

Während andere sich noch um die Zukunft des Buches Sorgen machen, denken andere an die Zukunft des Bloggens, die da sein könnte: Artikel via Twitter entwerfen.

Via Twitter hat sich John August, Drehbuchautor ("Charlie und die Schokoladenfabrik"), Feedback zu seinem neuen Wurf "The Variant" geholt, bevor er ein Kindle-exklusives PDF davon verkaufte.

Reich und schön auf Twitter



Die große Schlacht um die Million Twitter Follower ist geschlagen, Twitter hat sich als Kommunikationskanal für Prominente endgültig etabliert und an die erste Stelle gereiht. Während Neo-Twitterer in Windeseile Follower sammeln, überlegt man andernorts schon, das Rennen um die eine tolle Zahl zu beenden.

Doch schauen wir einen Monat zurück: Da sprach Sean Combs in der Ellen Show ganz lässig über seinen Twitter Account und seine damals 100.000 Follower (sein versuchter Live-Tweet hat nicht ganz funktioniert und war wohl schön vorgetäuscht). Noch am selben Tag verschickte TheEllenShow den ersten Tweet. Zwei Tage später erzählte Ellen in Ihrer Sendung hochoffiziell von ihrer Twitter-Aktivität (vom Weg zur Bühne gab's da schon ein Twitpic).

Seither ist die Follower-Zahl auf knapp 980.000 gestiegen - bei nur 86 Updates! (das ist ein Verhältnis von 1:11.000!). Damit war Diddy (>600.000) längst überholt und Platz 3 unter den "Millionären" ist in Reichweite.

Google Street View ist überall - auch auf Flickr Video



Seit genau einem Jahr gibt es Video auf Flickr, seit einem Monat auch für alle User - das Zuckerl für Pro-Accounts ist HD.

Und jetzt sind auch die ersten großen Video-Erfolge da: obenstehendes Video zeigt eine Serie von Google Street View Fotos, die in einem manuellen Screencast zusammengeschnitten wurden, und erreichte knapp 50.000 Views. Das kann nicht ganz mit den meistgesehenen Fotos oder den YouTube-Views der Autobranche mithalten, ist aber für ein Foto-Portal ganz beachtlich.

Übrigens gibt's vom gleichen User, nämlich Joe Laz aus San Francisco, auch ein Testvideo auf seinem YouTube-Kanal.

Und übrigens hat gestern smeidu ein Foto von einem der ersten Google Street View Autos in Wien geschossen, das auch sofort in Standard und Kurier veröffentlicht wurde.

Tim O'Reilly am Transparency Camp



Verlagschef Tim O'Reilly fasst zusammen, was am Transparency Camp Ende Februar in Washington DC diskutiert wurde: kann Web-Technologie dabei helfen, Regierungsarbeit transparenter für alle zu machen. Damit beschäftigt sich auch das W3C in einem Working Draft: Improving Access to Government through Better Use of the Web. An der Diskussion zum exemplarischen Projekt mit dem Arbeitstitel data.gov beteiligt sich auch das Magazin Wired mit einem umfassenden Wiki-Artikel.
Der offizielle Ausgangspunkt der Transparency-Idee ist die Aussendung des Weißen Hauses vom 15. März 2009.

PS: weitere tolle Videos vom Transparency Camp und Tim O'Reillys schriftliche Gedanken zum Thema, sowie die als Zentrale agierende Webseite von Carl Malamud, der seit den 80er Jahren Pionierarbeit für die (elektronische) Zugänglichkeit von Regierungsdokumenten leistet (via infosthetics).

Technologie und Transparenz in der Obama Administration



Schöner Ausschnitt aus der Veranstaltung "Wiki White House" der New America Foundation vom Jänner 2009, die sich die Frage stellt, ob die Obama Administration es schaffen kann, den Regierungsapparat mit Hilfe von moderner Technologie auf den neuesten Stand zu bringen. Ellen Miller von der Sunlight Foundation bringt auf den Punkt, dass eine Regierung transparent entstehen muss und nicht abgeschirmt ("born open, not born secret", vgl. Angelobungsparade Bush vs. Obama).
Was die neue US-Regierung von früheren unterscheidet ist laut Miller die hohe Priorität von Social Media Aktivitäten ("use of social media becomes a government-wide priority").

Das Video der Podiumsdiskussion gibt es auch in voller Länge (ca. 80 Minuten).

Von deutschen Politikern ist in den letzten Jahren vor allem diese von Kindern geführte Interviewserie zum Thema Internet in Erinnerung geblieben.

Social Media macht Nachrichten



Nochmal Februar 2005: damals sprach James Surowiecki in den TED Talks über die Tsunami-Katastrophe 2004, als Social Media erstmals großen Einfluss auf die globale Berichterstattung hatte. Weitere Schlüsselereignisse dieser Entwicklung sind die Terror-Anschläge in Mumbai, die Notlandung im Hudson-River oder die Gerüchte über ein österreichisches Google-Rechenzentrum.

2009 ist die Situation schon fortgeschritten: Social Media is News! Die New York Times berichtet in Video und Artikel über das Phänomen Twitter und mit Armin Wolf twittert selbst der ORF.

4 Jahre YouTube



Me at the Zoo: das ist das erste Video, das jemals auf YouTube hochgeladen wurde. Seit der offiziellen Live-Schaltung des Videoportals vor vier Jahren am 25. Februar 2005 wurden über 80 Millionen Clips hochgeladen, täglich werden es über 9.000 Stunden Videomaterial mehr. Das Phänomen YouTube hat der Anthropologe Michael Wesch in einem inzwischen legendären Vortrag in der Library of Congress beschrieben:



Die Gründer, Steve Chen und Chad Hurley, sind inzwischen schon über 30, steinreich, und geben, wie es sich gehört, nur selten gemeinsam Interviews, wie zum Beispiel dem britischen .net Magazine, oder den ehrwürdigen All Things Digital, die schon Steve Jobs und Bill Gates zusammengebracht haben.

Happy Birthday!

9000 Freunde - die Daily Show über Facebook und Myspace



Anlässlich des Interviews von Dieter Rappold zum Thema Facebook für den ORF hier ein Video von Demetri Martin für die Daily Show in dem bereits vor 3 Jahren soziale Netzwerke als neuester Trend vorgestellt wurden.

Das bemerkenswerte an dem Beitrag ist, dass die Ängste im Bezug auf soziale Netzwerke heute immer noch die gleichen sind wie damals.

Im Video gibt es auch ein kurzes Interview mit Siva Vaidhyanathan, Professor für Media Studies an Universität von Texas in Austin.

History of the Internet



Dieser schöne Motiongraphics-Clip auf Vimeo dient als Aushängeschild einer neuer Piktogramm-Serie, deren "reduziertes Zeichensystem" zum "Standard in der elektronischen Kommunikation" werden soll. Diese Pictorial Communication Language (PICOL) wird im Rahmen der Diplomarbeit von Melih Bilgil an der FH Mainz entwickelt, wo auch das Video entstand.