Tag: History

Yahoo, YouTube, Microsoft: alle wollen ins TV



Yahoo haben auf der CES 2010 ihr neues TV-Konzept "Connected TV" vorgestellt, das einmal mehr die Grenze zwischen Internet und TV aufheben soll.

Damit sind sie nicht allein. Auch Google hat mit YouTube XL zumindest die Oberfläche für den Schritt ins Wohnzimmer parat, und Microsoft versucht auch heuer wieder, das Mediaroom Konzept voranzutreiben.

Ganz andere Zukunftsvisionen hat Tyler Brûlé, ehemaliger Fernsehjournalist und Gründer des Kultmagazins Wallpaper (1997 an Time Warner verkauft): er glaubt im Interview mit der Zeit, "Zuschauer würden sich über den Luxus von weniger Auswahl freuen. Es gibt viele, die sich nach den Zeiten zurücksehnen, als man zum Beispiel BBC 2 oder das ZDF einschalten konnte und einen Abend mit guten, solide gemachten Programmen verbrachte und einfach nur auf der Couch saß. Man bekam ein gutes Programm geboten. Da besteht die Chance für ein neues Modell, für den neuen Kanal: zu den guten, alten Zeiten des Fernsehens zurückzukehren."

...und löst damit natürlich eine kontroverse Diskussion aus. Was 2010 wirklich kommt und bleibt, dabei werden mehr Menschen mitbestimmen als bisher, soviel ist sicher.

Der alte Adel und die sozialen Netzwerke



Königin Beatrix überrascht in ihrer Neujahrsansprache mit Kritik an den "virtuellen Begegnungen" in sozialen Netzwerken im Internet. Die Presse spricht von Altersunterschied und Generationenkonflikt.

Abgesehen davon ist aber interessant, dass die vom Attentatsversuch im Mai 2009 direkt betroffene Beatrix solche Wort findet, obwohl nach dem Anschlag in kürzester Zeit tausende Menschen in mehr oder weniger professionell gestaltenen Kondolenzbüchern ihr Mitgefühl ausgedrückt haben - etwas, das in dieser Schnelligkeit nur über Internet funktionieren kann. Reagiert hat Beatrix damals nur via TV.

Prince Philip andererseits hat im Oktober mit verärgerten Äußerungen über TV-Geräte Aufmerksamkeit erregt - und das ausgerechnet via YouTube. Aber das britische Königshaus hat ja auch einen eigenen Royal Channel, der immer wieder als Herzeigeobjekt bei unsere Präsentationen dient.

Google und die Doodles



Weil die wichtigsten Feiertage des Jahres ins Haus stehen (und weil heute Google im Haus ist), machen wir einen kleinen Blick auf die Geschichte der Google Doodles. Das ABC Video macht das sehr überzeugend.

Seit mehr als 10 Jahren ändert Google mit einer beachtlichen Leichtigkeit die meistgesehene und theoretisch wohl teuerste Seite der Welt zugunsten von Geburtstagen, Nationalfeiertagen oder Bräuchen, global oder regional. Nebenbei läuft mit Doodle4Google auch jährlich ein Wettbewerb für Schüler und Schulklassen.

Das Promo-Video von 2008 zeigt eine schöne Best-Of-Animation:

Oliver Reichenstein über die Web Trend Map und 2010


Der vielzitierte Oliver Reichenstein, CEO von iA, erklärt mit sympathischem Schweizer Akzent die Entstehungsgeschichte der Web Trend Map.

Die auf dem U-Bahn-Plan von Tokio basierende Internet-Karte zeigt jedes Jahr in immer ausgeklügelteren Formen die Machtverhältnisse und Entwicklungen der Internetwelt.

Auf der dazugehörigen Videoseite von GaijinPot wird das Interview mitunter heftig diskutiert, wohl auch weil die Web Trend Map genauso wie iAs Wordpress Template inzwischen zu einem dynamischen Geschäftsmodell geworden ist.

YouTube Direct schafft Infrastruktur für Bürgerjournalismus



2009 hat verdeutlicht, wie wichtig sogenannter Citizen Journalism für Nachrichtenunternehmen geworden ist: Nachrichten entstehen in Echtzeit, jeder von uns kann der Absender sein, verbreiten sich von selbst und "werden zu mir finden, wenn sie wirklich wichtig sind".

CNN hat beim Redesign im Oktober den benutzergenerierten iReport konsistent in den Haupt-Webauftritt integriert. Auch die deutsche Bild-Zeitung hat gemeinsam mit den Leserreportern die Zeichen der Zeit erkannt.

Jetzt will Google mit YouTube Direct den Amateur- und Berufsjournalismus technisch noch näher zusammen bringen. Vorreiter wie die Huffington Post aber auch die gute alte Washington Post haben das Prinzip bereits getestet.

Eine weitere Opportunity für News Companies (nicht "Newspaper Companies"), mit diesen Inhalten Geld zu verdienen.

10 Jahre BMW in der Formel 1



Gestern senkte sich nach 10 Jahren und exakt 70 Rennen die letzte Zielflagge für das Formel 1 Engagement unseres Kunden BMW. Sehr erfolgreich konnten wir mit dem F1 Team YouTube Channel und der 15.000 Fans starken Facebook Page diese spannende Zeit begleiten: auf YouTube führt BMW die Liste der F1 Teams nach Video Views ganz klar an.

Wir gratulieren unserem Kunden zu den jahrelangen Erfolgen und freuen uns auf die weitere Zukunft von BMW Motorsport.

Ein neuer Schritt von Knallgrau



Zu wichtigen Anlässen gibt es Videostatements - das war schon immer so. Unser historischer Anlass ist die Beteiligung vom deutschen Unternehmen Virtual Identity AG an Knallgrau.

Im Video sprechen Dieter Rappold, Kristina Mittendorfer, Bernhard Pfaffeneder, Ronald Malis, Erich Holzbauer, Markus Schmeiduch und ich (richtig ungewohnt, über ein Video zu bloggen in dem ich selbst vorkomme) über die spannenden Neuigkeiten, die Hintergründe und die Zukunft von Knallgrau.

Geschichte und Zukunft der Desktop Metapher



2006, hundert Jahre nach Gründung von Xerox, präsentiert Jeff Han von der New York University eine revolutionäre Mensch-Maschine-Schnittstelle namens Multi-Touch.

Heute ist diese Technologie und die damit verbundenen Bedienungsmöglichkeiten am besten Weg ein neuer Standard zu werden.

In den 70er Jahren sah die Welt noch anders aus. Damals entwickelt Tim Mott bei Xerox die Desktop-Metapher und prägte damit bis heute das allgemeine Verständnis von der Arbeit mit Computern:



Tim Mott war später Mitgründer von Electronic Arts und an den Erfolgen von Audible und Macromedia maßgeblich beteiligt.

Höchstwahrscheinlich mit dem von Macromedia entwickelten Flash wurde dieses Video produziert, das sich mit der Zukunft von Multi-Touch und Desktop-Maus-Systemen beschäftigt:



Nach den bereits laufenden Anwendung im Kleinformat auf mobilen Geräten wie iPhones oder Macbooks wird die Zukunft wohl dem großformatigen Multi-Touch in Desktop-Umgebungen gehören.

Prince Philip spricht auf YouTube über TV



Normalerweise nur in Klatschspalten, hat sich Prince Philip letzte Woche durch Kritik am Design von Fernsehgeräten Gehör verschafft. Im Interview mit Kevin McCloud spricht er überraschend kompetent über seine Leidenschaft für Design.

Interessant bei dieser Geschichte ist weniger die Tatsache, dass Print und TV sich über seine Aussagen amüsieren, sondern dass Prince Philip ganz einfach Recht hat: die Bedienung eines Fernsehers in unnotwendig komplex.

Zweite Tatsache, die überrascht: das TV-kritische Interview wird im YouTube Channel der Royals veröffentlicht.

Diese Besonderheit wird zwar in der AP Aussendung erwähnt, allerdings wird in keiner einzigen zitierenden Quelle (nicht einmal in der Huffington Post) das Video eingebunden. Allein TechCrunch zeigt das Video - und trotzdem kommt es tagelang nicht über 10.000 Views hinaus.

Prince Philip hat im Rahmen des Prince Philip Designers Prize berechtigte Kritik an Industrial Design geübt, das seine Altersgruppe ignoriert ("Why can't you have a handset that people who are not 10 years old can actually read?") - und er hat diese Kritik im Spannungsfeld zwischen alten und neuen Medien, zwischen Presseaussendung und Blogs, zwischen Broadcasting und Conversation – wenn auch nicht bewusst, aber dennoch geschickt platziert.

Asoziale Netzwerke oder unsichtbare Vorteile?



Vor ungefähr einer Woche entbrannte die Diskussion über Armin Thurnhers Äußerungen zum Thema Soziale Netzwerke im Rahmen des ISPA Internet Summit.

Jetzt sind die Videos der Podiumsdiskussion auf YouTube verfügbar und wir können die Ereignisse noch einmal mit Abstand betrachten und uns ein schärferes Bild machen.

Zusammenfassend ist dieser "Reality Check" des Bewusstseins vieler Verleger wieder einmal augenöffnend und erklärt, warum es noch solche Webseiten gibt.

PS: am ISPA Summit wurde aber sehr viel Gescheides gesagt, so zum Beispiel in der Keynote von Peter Gloor vom MIT oder in der Runde zum Thema "vom Hype zum Business" mit Karl Pall von Google Österreich sowie "Paradigmenwechsel am digitalen Markt" mit Georg Hitzenberger vom Multimedia-Staatspreis-Gewinner PlayFM.