Für unsere Kunden und uns wird es dann interessanter, wenn auch alle Formen von Brand Channels (vgl Opel, Allianz, MAN, etc) in das neue Design überführt werden.
Hinweis: das Video oben zeigt das neue Design erst ganz am Ende, davor wurde - warum auch immer - anhand einer spielerisch simplifizierten Oberfläche erklärt.
Paul Pixel ist ein rebellischer Blogger, der seine Erlebnisse rund um den jugendlichen Alltag seiner Freunde beschreibt und per Video festhält. Das Besondere: Was er bloggt, sieht der Zuschauer in bewegten Bildern aus der Sicht des mit einer Kamera am Kopf ausgestatteten Darstellers. So wird der Fernseh-Zuschauer zum Internet-Blogleser, der Blogartikel zur erlebten filmischen Realität. „Pixelschatten“ zeigt keine Welt außerhalb des Blogs.
Unser Handeln im Internet entspricht also dem Handeln in der realen Welt? „Ich glaube diese Frage gehört der Vergangenheit an. Die meisten aktiven User sind sich darüber bewusst, dass sie publizieren“, meint der junge Regisseur Anil Jacob Kunnel im exklusiven Interview mit knallgrauTV. „Bei diesem Prozess erlernen sie die nötige Medienkompetenz“.
Wie viel Wahrheit in einem Posting steckt, muss daher der User entscheiden, der seine eigenen Maßstäbe im Umgang mit dem Netz entwickelt. Oder wie es im Untertitel des Films heißt: „Our life is online“. Anil, der Kommunikationswissenschaften studiert hat, geht in seinem filmischen Debüt sogar noch einen Schritt weiter: „Ich finde es interessant, wenn Onlinephänomene ihre eigene Dynamik entwickeln und dabei von alleine beginnen, Geschichten zu erzählen, also rein fiktional zu werden.“ So gerät auch Pixels Leben nach einem Blogpost aus den Fugen und die User laufen Sturm auf seinem Blog. Interessant ist auch hier der mehrschichtige Umgang mit den Medien. Paul Pixel existiert als (reale) Figur auf Facebook, wie auch der Blog zum Besuch einlädt, nach dem der Film benannt ist. Fernsehen, Blogs, Youtube, Facebook – alles findet in „Pixelschatten“ zusammen.
Sieht so unsere digitale Zukunft aus? „Es gibt vielleicht zwei Extremperspektiven. Entweder wir sind alle Freunde oder werden von einem Konzern aufgesogen“. Dass jene Tendenzen immer mehr in den öffentlichen Fokus rücken, beweist die nach „The Social Network“ nächste filmische Aufbereitung des Internets. „Pixelschatten“ entstand im Rahmen der von der Redaktion „Das kleine Fernsehspiel“ des ZDF zusammen mit dem Haus der Kulturen der Welt ins Leben gerufenen Reihe "Bodybits - Analoge Körper in digitalen Zeiten" und ist noch bis 30. Mai zu sehen. Natürlich in der Mediathek des Senders und somit natürlich – Online.
Die New York Times wirft auf ihrer wunderschön gestalteten Videoseite einen Blick hinter die virtuellen Kulissen von Pixar (Retro-Website) - dem Animationsstudio von Apple CEO Steve Jobs.
Pixar entstand aus der Lucasfilm Graphics Groups und wurde 1986 von Jobs aufgekauft und umgetauft. Die ersten Filme wurden mit dem Prix Ars Electronica und Oscar-Nominierungen belohnt, 1995 gelang mit Toy Story der Durchbruch und Pixar ging an die Börse. Zehn Jahre später verkaufte Jobs an Disney, wurde größter Einzelaktionär und entwickelte das iPhone.
Eine andere Dimension des Real-Time Web: inzwischen werden weltweite soziale Phänomene nicht mehr Jahre später, sondern bereits während deren Entwicklung filmisch beleuchtet. Der Trailer für den Film über die Entstehungsgeschichte von Facebook - The Social Network. Teil zwei ist wohl vorprogrammiert.
Blaise Aguera y Arcas hat diese Woche bei den TED Talks eine neue Kartentechnologie von Microsoft vorgestellt und so eine gute Gelegenheit geschaffen auf die Entwicklungen im Bereich 3D und Augmented Reality hinzuweisen.
In Verbindung mit haptischen User-Interfaces wie sie nun auch am iPad in der Welt der alltäglichen Computernutzung Einzug finden werden, sind wir also nicht mehr weit von futuristischen Interfaces, wie aus dem Film Minority Report, entfernt.
Sonntag hab ich auf arte den spannenden "Die drei Tage des Condor" gesehen: ein Spionagekrimi von Sydney Pollack aus dem Jahr 1975, mit Robert Redford und Faye Dunaway.
Was hat sich seit damals verändert? Telefonie klingeln nicht mehr so laut, die Türme des World Trade Center stehen nicht mehr und ihr Einsturz gehört zu den meistgesehenen Ereignissen des Jahrzehnts. Und was damals als ultramodern von der CIA eingesetzt wurde, ist heute alltäglich.
Was hat sich nicht verändert? Nach wie vor gelten amerikanische Filme als Speerspitze des technisch machbaren und zeigen ihre Vision des "Ultramodernen".
Der Mann dahinter: Mark Coleran. Er gestaltet die atemberaubenden, aber nur mehr oder weniger ernst zu nehmenden Interfaces, die in Avatar oder CSI über Bildschirme in aller Welt huschen. Gizmodo hat ihn ausführlich und treffend gewürdigt: Ridiculous User Interfaces In Film, and the Man Who Designs Them.
Hier sein Showreel:
Und dank User generated content wissen wir, wie die New Yorker Straße, in der die ersten Szenen von "Die drei Tage des Condor" gedreht wurden, heute aussieht.
Damit sind sie nicht allein. Auch Google hat mit YouTube XL zumindest die Oberfläche für den Schritt ins Wohnzimmer parat, und Microsoft versucht auch heuer wieder, das Mediaroom Konzept voranzutreiben.
Ganz andere Zukunftsvisionen hat Tyler Brûlé, ehemaliger Fernsehjournalist und Gründer des Kultmagazins Wallpaper (1997 an Time Warner verkauft): er glaubt im Interview mit der Zeit, "Zuschauer würden sich über den Luxus von weniger Auswahl freuen. Es gibt viele, die sich nach den Zeiten zurücksehnen, als man zum Beispiel BBC 2 oder das ZDF einschalten konnte und einen Abend mit guten, solide gemachten Programmen verbrachte und einfach nur auf der Couch saß. Man bekam ein gutes Programm geboten. Da besteht die Chance für ein neues Modell, für den neuen Kanal: zu den guten, alten Zeiten des Fernsehens zurückzukehren."
2009 hat verdeutlicht, wie wichtig sogenannter Citizen Journalism für Nachrichtenunternehmen geworden ist: Nachrichten entstehen in Echtzeit, jeder von uns kann der Absender sein, verbreiten sich von selbst und "werden zu mir finden, wenn sie wirklich wichtig sind".
Jetzt will Google mit YouTube Direct den Amateur- und Berufsjournalismus technisch noch näher zusammen bringen. Vorreiter wie die Huffington Post aber auch die gute alte Washington Post haben das Prinzip bereits getestet.
Normalerweise nur in Klatschspalten, hat sich Prince Philip letzte Woche durch Kritik am Design von Fernsehgeräten Gehör verschafft. Im Interview mit Kevin McCloud spricht er überraschend kompetent über seine Leidenschaft für Design.
Ursprünglich sollte hier das Video "What is Google Wave?" zu sehen sein – ein Hilferuf für eine von 100.000 Einladungen zur Preview zu bekommen; aber auch eine sehr gut gemachte Erklärung, warum Wave der Versuch eines Evolutionsschritts vom vor 40 Jahre erfundenen Email ist. Das Video hatten innerhalb von zwei Tagen eine Viertel Million Menschen gesehen.
Dann aber entdeckte ich im "Quell-Channel" des Videos das noch interessantere "How the Internet is Changing Advertising" - ein Lehrvideo über die Möglichkeiten von Online Kommunikation mit der Kernaussage, dass jedes Medium seine eigenen Stärken hat, eine Botschaft zu verbreiten: das war im Print Text und Bild in Form von Anzeigen, beim Radio der gesprochene Text und Musik, beim Fernsehen kam das überzeugende Bewegtbild dazu – im Social Web der Gegenwart ist es der Mechanismus des Sharing, der zum Beispiel von gut gemachten Viral Videos angestoßen werden kann.