Noch bevor der neue ADAM Fernsehspot im TV zu sehen war, gab es noch vor Weihnachten die Premiere auf YouTube. Mittels External Annotations werden Zuseher selbst in Embeds auf den Facebook-Tab von ADAM weitergeleitet.
Kurz: Zach Braff hat eine Million Fans auf Facebook erreicht und wollte den Moment feiern. Fans konnten ein Video einschicken was sie mit Zach machen würden wenn er auf Besuch käme.
Gewonnen haben die Jungs aus Wien, die im Video beim Sightseeing mit Zach Braff zu sehen sind.
Packende Geschichten. Deshalb schalten wir jeden Tag zur gleichen Zeit den Fernseher ein. 2012 ist der Fernseher aber YouTube, und deshalb setzt Unilever auf Digital Storytelling - mehr als andere Brands zuvor.
WIGS - "where it gets interesting" - ist eine klassische Seifenoper: kurzweilige Episoden knüpfen täglich aneinander an und verweben langsam alle Charaktere nacheinander miteinander.
Das geht auch auf YouTube - tatsächlich besser als im Fernsehen: kurzweilige Episoden mit 5 bis 7 Minuten Länge werden fast täglich veröffentlicht, und die Vernetzung geht über die Filmgeschichte hinaus: Neben dem zentralen YouTube Kanal stehen dem geneigten Fan auch Website, Facebook, Twitter, Pinterest und Google+ zu Verfügung.
Die Zahlen zeigen: das Projekt ist noch jung. Aber knapp 4 Millionen Views nach 4 Wochen Laufzeit sind ein guter Start.
Chevrolet, Doritos und Pepsi haben eines gemeinsam: ihre Werbespots für die gestrige SuperBowl wurden allesamt von Fans und Markenanhängern gedreht.
Wie das geht? Chevy hat einen Contest gelauncht und aus 197 Einreichungen ausgewählt. Doritos hatte 6.100 Beteiligte und profitiert davon, dass bereits seit 2007 Spots von Fans verwendet werden.
Warum das funktioniert? Eine Werbebotschaft, die von Markenanhängern kommt, kommt bei Markenanhängern besser an! Und wenn ein Spot schon vor der TV-Ausstrahlung 1.3 Millionen Views auf YouTube sammelt, stört das auch nicht.
Für unsere Kunden und uns wird es dann interessanter, wenn auch alle Formen von Brand Channels (vgl Opel, Allianz, MAN, etc) in das neue Design überführt werden.
Hinweis: das Video oben zeigt das neue Design erst ganz am Ende, davor wurde - warum auch immer - anhand einer spielerisch simplifizierten Oberfläche erklärt.
Paul Pixel ist ein rebellischer Blogger, der seine Erlebnisse rund um den jugendlichen Alltag seiner Freunde beschreibt und per Video festhält. Das Besondere: Was er bloggt, sieht der Zuschauer in bewegten Bildern aus der Sicht des mit einer Kamera am Kopf ausgestatteten Darstellers. So wird der Fernseh-Zuschauer zum Internet-Blogleser, der Blogartikel zur erlebten filmischen Realität. „Pixelschatten“ zeigt keine Welt außerhalb des Blogs.
Unser Handeln im Internet entspricht also dem Handeln in der realen Welt? „Ich glaube diese Frage gehört der Vergangenheit an. Die meisten aktiven User sind sich darüber bewusst, dass sie publizieren“, meint der junge Regisseur Anil Jacob Kunnel im exklusiven Interview mit knallgrauTV. „Bei diesem Prozess erlernen sie die nötige Medienkompetenz“.
Wie viel Wahrheit in einem Posting steckt, muss daher der User entscheiden, der seine eigenen Maßstäbe im Umgang mit dem Netz entwickelt. Oder wie es im Untertitel des Films heißt: „Our life is online“. Anil, der Kommunikationswissenschaften studiert hat, geht in seinem filmischen Debüt sogar noch einen Schritt weiter: „Ich finde es interessant, wenn Onlinephänomene ihre eigene Dynamik entwickeln und dabei von alleine beginnen, Geschichten zu erzählen, also rein fiktional zu werden.“ So gerät auch Pixels Leben nach einem Blogpost aus den Fugen und die User laufen Sturm auf seinem Blog. Interessant ist auch hier der mehrschichtige Umgang mit den Medien. Paul Pixel existiert als (reale) Figur auf Facebook, wie auch der Blog zum Besuch einlädt, nach dem der Film benannt ist. Fernsehen, Blogs, Youtube, Facebook – alles findet in „Pixelschatten“ zusammen.
Sieht so unsere digitale Zukunft aus? „Es gibt vielleicht zwei Extremperspektiven. Entweder wir sind alle Freunde oder werden von einem Konzern aufgesogen“. Dass jene Tendenzen immer mehr in den öffentlichen Fokus rücken, beweist die nach „The Social Network“ nächste filmische Aufbereitung des Internets. „Pixelschatten“ entstand im Rahmen der von der Redaktion „Das kleine Fernsehspiel“ des ZDF zusammen mit dem Haus der Kulturen der Welt ins Leben gerufenen Reihe "Bodybits - Analoge Körper in digitalen Zeiten" und ist noch bis 30. Mai zu sehen. Natürlich in der Mediathek des Senders und somit natürlich – Online.
Die New York Times wirft auf ihrer wunderschön gestalteten Videoseite einen Blick hinter die virtuellen Kulissen von Pixar (Retro-Website) - dem Animationsstudio von Apple CEO Steve Jobs.
Pixar entstand aus der Lucasfilm Graphics Groups und wurde 1986 von Jobs aufgekauft und umgetauft. Die ersten Filme wurden mit dem Prix Ars Electronica und Oscar-Nominierungen belohnt, 1995 gelang mit Toy Story der Durchbruch und Pixar ging an die Börse. Zehn Jahre später verkaufte Jobs an Disney, wurde größter Einzelaktionär und entwickelte das iPhone.
Eine andere Dimension des Real-Time Web: inzwischen werden weltweite soziale Phänomene nicht mehr Jahre später, sondern bereits während deren Entwicklung filmisch beleuchtet. Der Trailer für den Film über die Entstehungsgeschichte von Facebook - The Social Network. Teil zwei ist wohl vorprogrammiert.
Blaise Aguera y Arcas hat diese Woche bei den TED Talks eine neue Kartentechnologie von Microsoft vorgestellt und so eine gute Gelegenheit geschaffen auf die Entwicklungen im Bereich 3D und Augmented Reality hinzuweisen.
In Verbindung mit haptischen User-Interfaces wie sie nun auch am iPad in der Welt der alltäglichen Computernutzung Einzug finden werden, sind wir also nicht mehr weit von futuristischen Interfaces, wie aus dem Film Minority Report, entfernt.