Tag: Fernsehen

The Social Network - Facebook Film Trailer



Eine andere Dimension des Real-Time Web: inzwischen werden weltweite soziale Phänomene nicht mehr Jahre später, sondern bereits während deren Entwicklung filmisch beleuchtet. Der Trailer für den Film über die Entstehungsgeschichte von Facebook - The Social Network. Teil zwei ist wohl vorprogrammiert.

Augmented Reality bei den TED Talks



Blaise Aguera y Arcas hat diese Woche bei den TED Talks eine neue Kartentechnologie von Microsoft vorgestellt und so eine gute Gelegenheit geschaffen auf die Entwicklungen im Bereich 3D und Augmented Reality hinzuweisen.

Seien es Ankündigungen wie die von Pixar alle Filme künftig in 3D heraus zu bringen, oder die von ESPN die kommende Fussball-WM in 3D zu übertragen, der Kassenerfolg von Avatar, oder die auf der CES vorgestellten 3D Fernseher, die LEGOs Store Kiosks, iPhone Anwendungen wie Nearest Tube oder echte AR Spiele. Sie alle schüren Aufmerksamkeit und geben einen Ausblick.

In Verbindung mit haptischen User-Interfaces wie sie nun auch am iPad in der Welt der alltäglichen Computernutzung Einzug finden werden, sind wir also nicht mehr weit von futuristischen Interfaces, wie aus dem Film Minority Report, entfernt.

Kommunikationsschnittstellen heute und anno dazumal



Sonntag hab ich auf arte den spannenden "Die drei Tage des Condor" gesehen: ein Spionagekrimi von Sydney Pollack aus dem Jahr 1975, mit Robert Redford und Faye Dunaway.

Was hat sich seit damals verändert? Telefonie klingeln nicht mehr so laut, die Türme des World Trade Center stehen nicht mehr und ihr Einsturz gehört zu den meistgesehenen Ereignissen des Jahrzehnts. Und was damals als ultramodern von der CIA eingesetzt wurde, ist heute alltäglich.

Was hat sich nicht verändert? Nach wie vor gelten amerikanische Filme als Speerspitze des technisch machbaren und zeigen ihre Vision des "Ultramodernen".

Der Mann dahinter: Mark Coleran. Er gestaltet die atemberaubenden, aber nur mehr oder weniger ernst zu nehmenden Interfaces, die in Avatar oder CSI über Bildschirme in aller Welt huschen. Gizmodo hat ihn ausführlich und treffend gewürdigt: Ridiculous User Interfaces In Film, and the Man Who Designs Them.

Hier sein Showreel:



Und dank User generated content wissen wir, wie die New Yorker Straße, in der die ersten Szenen von "Die drei Tage des Condor" gedreht wurden, heute aussieht.

Yahoo, YouTube, Microsoft: alle wollen ins TV



Yahoo haben auf der CES 2010 ihr neues TV-Konzept "Connected TV" vorgestellt, das einmal mehr die Grenze zwischen Internet und TV aufheben soll.

Damit sind sie nicht allein. Auch Google hat mit YouTube XL zumindest die Oberfläche für den Schritt ins Wohnzimmer parat, und Microsoft versucht auch heuer wieder, das Mediaroom Konzept voranzutreiben.

Ganz andere Zukunftsvisionen hat Tyler Brûlé, ehemaliger Fernsehjournalist und Gründer des Kultmagazins Wallpaper (1997 an Time Warner verkauft): er glaubt im Interview mit der Zeit, "Zuschauer würden sich über den Luxus von weniger Auswahl freuen. Es gibt viele, die sich nach den Zeiten zurücksehnen, als man zum Beispiel BBC 2 oder das ZDF einschalten konnte und einen Abend mit guten, solide gemachten Programmen verbrachte und einfach nur auf der Couch saß. Man bekam ein gutes Programm geboten. Da besteht die Chance für ein neues Modell, für den neuen Kanal: zu den guten, alten Zeiten des Fernsehens zurückzukehren."

...und löst damit natürlich eine kontroverse Diskussion aus. Was 2010 wirklich kommt und bleibt, dabei werden mehr Menschen mitbestimmen als bisher, soviel ist sicher.

YouTube Direct schafft Infrastruktur für Bürgerjournalismus



2009 hat verdeutlicht, wie wichtig sogenannter Citizen Journalism für Nachrichtenunternehmen geworden ist: Nachrichten entstehen in Echtzeit, jeder von uns kann der Absender sein, verbreiten sich von selbst und "werden zu mir finden, wenn sie wirklich wichtig sind".

CNN hat beim Redesign im Oktober den benutzergenerierten iReport konsistent in den Haupt-Webauftritt integriert. Auch die deutsche Bild-Zeitung hat gemeinsam mit den Leserreportern die Zeichen der Zeit erkannt.

Jetzt will Google mit YouTube Direct den Amateur- und Berufsjournalismus technisch noch näher zusammen bringen. Vorreiter wie die Huffington Post aber auch die gute alte Washington Post haben das Prinzip bereits getestet.

Eine weitere Opportunity für News Companies (nicht "Newspaper Companies"), mit diesen Inhalten Geld zu verdienen.

Prince Philip spricht auf YouTube über TV



Normalerweise nur in Klatschspalten, hat sich Prince Philip letzte Woche durch Kritik am Design von Fernsehgeräten Gehör verschafft. Im Interview mit Kevin McCloud spricht er überraschend kompetent über seine Leidenschaft für Design.

Interessant bei dieser Geschichte ist weniger die Tatsache, dass Print und TV sich über seine Aussagen amüsieren, sondern dass Prince Philip ganz einfach Recht hat: die Bedienung eines Fernsehers in unnotwendig komplex.

Zweite Tatsache, die überrascht: das TV-kritische Interview wird im YouTube Channel der Royals veröffentlicht.

Diese Besonderheit wird zwar in der AP Aussendung erwähnt, allerdings wird in keiner einzigen zitierenden Quelle (nicht einmal in der Huffington Post) das Video eingebunden. Allein TechCrunch zeigt das Video - und trotzdem kommt es tagelang nicht über 10.000 Views hinaus.

Prince Philip hat im Rahmen des Prince Philip Designers Prize berechtigte Kritik an Industrial Design geübt, das seine Altersgruppe ignoriert ("Why can't you have a handset that people who are not 10 years old can actually read?") - und er hat diese Kritik im Spannungsfeld zwischen alten und neuen Medien, zwischen Presseaussendung und Blogs, zwischen Broadcasting und Conversation – wenn auch nicht bewusst, aber dennoch geschickt platziert.

Werbung im Internet: Verbreiten von Botschaften



Ursprünglich sollte hier das Video "What is Google Wave?" zu sehen sein – ein Hilferuf für eine von 100.000 Einladungen zur Preview zu bekommen; aber auch eine sehr gut gemachte Erklärung, warum Wave der Versuch eines Evolutionsschritts vom vor 40 Jahre erfundenen Email ist. Das Video hatten innerhalb von zwei Tagen eine Viertel Million Menschen gesehen.

Dann aber entdeckte ich im "Quell-Channel" des Videos das noch interessantere "How the Internet is Changing Advertising" - ein Lehrvideo über die Möglichkeiten von Online Kommunikation mit der Kernaussage, dass jedes Medium seine eigenen Stärken hat, eine Botschaft zu verbreiten: das war im Print Text und Bild in Form von Anzeigen, beim Radio der gesprochene Text und Musik, beim Fernsehen kam das überzeugende Bewegtbild dazu – im Social Web der Gegenwart ist es der Mechanismus des Sharing, der zum Beispiel von gut gemachten Viral Videos angestoßen werden kann.

Sehr schön auf den Punkt gebracht, was wir Social Media Marketing nennen.

Kevin Spacey, David Letterman, Armin Wolf, Twitter



Kevin Spacey erklärt David Letterman, einer Ikone des klassischen Mediums Fernsehen, das Phänomen Twitter (via). Anders als Puff Daddy bei Ellen sendet Spacey auch wirklich einen Tweet während der Sendung ab. Und diese Authentizität führte wohl auch zur unglaublichen Following/Followers-Ratio von 1:200.000 - das schaffen nicht viele der Top Twitterer.

Und: anders als David Letterman ("the twitter... how much does it cost?") tut sich ZIB2-Anchorman Armin Wolf nicht schwer mit Twitter, außer wenn er merkt dass es auch Arbeit ist ("...hat meinen Stress deutlich erhöht"), wie er im Interview mit Ritchie Pettauer im Rahmen des Werbeplanung Summit erzählt.

Fazit: immerhin sendet CBS auf YouTube hochqualitatives Video in voller Länge. Anders als der ORF.

Die Bedeutung von Video und Real Time Search



Startup Lucky, ein Videoportal das regelmäßig Startups aus aller Welt und ihre Ideen vorstellt, hat Patrick Koppula interviewt, der als CEO von FFWD (Fast Forward) .com schon immer um die Erschließung der explodierenden Welt von Online-Video bemüht war und der mit seinem Team jetzt Twitmatic.com gelauncht hat - ein Interface für Real-Time-Suche von Video-Inhalten.

Derzeit wird hauptsächlich via Twitter Content von YouTube und Vimeo gefunden - die Anzahl der Quellen wird aber täglich erweitert, genauso wie sich die Industrie täglich um die Marktführerschaft bei der Echtzeitsuche ein Rennen liefert und Google mal nicht die Rolle des Vorreiters innehat.

Startup Lucky sendet übrigens auch live - mit der Möglichkeit dem Interviewgast via Twitter Fragen zu stellen.
Und: wie jedes Startup ist auch das Video von Sponsoren unterstützt - das Interview beginnt etwa bei Minute 1:40 - Startup Lucky bietet dafür Einblick in ihr Partner- und Werbeprogramm.

Reich und schön auf Twitter



Die große Schlacht um die Million Twitter Follower ist geschlagen, Twitter hat sich als Kommunikationskanal für Prominente endgültig etabliert und an die erste Stelle gereiht. Während Neo-Twitterer in Windeseile Follower sammeln, überlegt man andernorts schon, das Rennen um die eine tolle Zahl zu beenden.

Doch schauen wir einen Monat zurück: Da sprach Sean Combs in der Ellen Show ganz lässig über seinen Twitter Account und seine damals 100.000 Follower (sein versuchter Live-Tweet hat nicht ganz funktioniert und war wohl schön vorgetäuscht). Noch am selben Tag verschickte TheEllenShow den ersten Tweet. Zwei Tage später erzählte Ellen in Ihrer Sendung hochoffiziell von ihrer Twitter-Aktivität (vom Weg zur Bühne gab's da schon ein Twitpic).

Seither ist die Follower-Zahl auf knapp 980.000 gestiegen - bei nur 86 Updates! (das ist ein Verhältnis von 1:11.000!). Damit war Diddy (>600.000) längst überholt und Platz 3 unter den "Millionären" ist in Reichweite.