Bestes Zitat: "Social is tightly woven in anything we do." – Das macht Starbucks zum absoluten Best Practise Beispiel in Sachen FMCG (#1 auf Facebook, Most tweeted brand, ...).
Eine andere Dimension des Real-Time Web: inzwischen werden weltweite soziale Phänomene nicht mehr Jahre später, sondern bereits während deren Entwicklung filmisch beleuchtet. Der Trailer für den Film über die Entstehungsgeschichte von Facebook - The Social Network. Teil zwei ist wohl vorprogrammiert.
Bret Taylor ist der neue CTO von Facebook. Als Mitgründer von FriendFeed und Google Maps hat er das Webgeschehen schon stark geprägt, nach der Übernahme von Friendfeed durch Facebook bekommt er jetzt noch mehr Gelegenheit dazu.
Im Videointerview für Gigaom mit Liz Gannes erzählt er von seinen Vorhaben. Ausgehend von der Facebook Plattform wird er Personalisierung, Verknüpfung und Austausch von Applikationen quer über das Web vorantreiben. Die Facebook Technologien sollen nicht nur auf die .com beschränkt sein, sondern unabhängig von mobilen Geräten oder externen Webseiten die gleiche Qualität bringen.
Erweiterungen wird es auch bei der Suche und im Newsfeed geben - zwei Kernelemente der User Experience, die Realtime Web und Search Visibility zusammenbringen: beides Dinge, mit welchen Google langfristig nicht so gut umgehen kann wie Facebook. Für die Echtzeitdarstellung fehlen Google das Setup und die richtigen Algorithmen, für die Suchergebnisrelevanz die sozialen Interaktionen.
Taylor spricht demonstrativ entspannt über die spannende Zukunft des größten Social Networks der Welt.
Die voestalpine AG, internationaler Stahlindustriekonzern mit Sitz in Linz, hat mit Jahresbeginn eine dreiteilige Digitalks-Vortragsserie gestartet, um für das Thema Social Media ein breiteres Verständnis im Unternehmen zu schaffen.
Im Video sprechen der Vorstand der voestalpine sowie die Verantwortlichen für die Konzernkommunikation und das Online Media Management über die Eindrücke aus den Vorträgen, die persönliche Sichtweise und die Relevanz von Social Media für die Zukunft.
Im Rahmen der Creative Printing Konferenz am 22. April 2010 in Wien hatten wir die Gelegenheit, ein paar Worte mit Scott Thomas, dem Design Director der Obama Kampagne 2008 zu wechseln. Scott hat bei der Konferenz eine spannende Keynote gehalten und fünf Exemplare seines Buchprojektes Designing Obama mitgebracht (ja, wir konnten eines davon erhaschen).
Wir sprachen über die generelle Rolle von Design für politische Kampagnen und die Unterschiede zwischen Print und Web - ein Spannungsfeld, um das sich auch die ganze Konferenz gedreht hat. Außerdem erzählt Thomas über die Arbeit im Designteam, das zu Beginn nur aus zwei Personen bestand, später aber viele Experten in einer Art Start-Up Situation vereinte. Die Gestaltungsrichtung, die in diesem Team entstand, hat seine Fortführung auch in den vielen neuen Webprojekten (zum Beispiel whitehouse.gov, serve.gov) der Obama Präsidentschaft gefunden. Natürlich waren - auch hier in Österreich - viele Nachahmer dabei, aber Scott Thomas fühlte sich eher geehrt als bloß kopiert und hätte gerne einige von den guten Designern der Knockoffs in sein Team aufgenommen.
Die Zeit nach der Kampagne war nicht einfach, erzählt Scott, aber er konnte durch das Kunstbuch Designing Obama einen formschönen Abschluss finden. Das Buch wurde über Kickstarter, eine Crowdsourcing Plattform für Fundraising finanziert und ist eben erst fertig geworden. Derzeit wird noch an einer iPad App gearbeitet, die das Designbuch adäquat darstellen und in den nächsten Wochen starten sollUPDATE: die iPad App ist ab sofort verfügbar.
Die Frage zu seinem Twitternamen lässt sich auch gut mit seiner Twitter-Bio beantworten: Constantly seeking simple solutions to complex problems.
Session Notes
Zu den Highlights gestern zählten "Designing the first 15minutes" mit Daniel Burka (Digg, Glitch ) und Rob Goodlatte (Facebook). Unter dem Credo "We design for ourselves first" stellten sehr anschaulich verschiedene Konzepte für Registrationsprozesse vor. Heute Nachmittag unterhielten sich Jim Coudal und John Gruber auf der Bühne über www.decknetwork.net - ein momentan sehr erfolgreiches Werbenetzwerk vieler relevanten Web Design & Culture Seiten, dass sich grundlegend von klassischen CPM Modellen unterscheidet.
Diggnation
Das Highlight des zweiten Abends war definitiv die Live Show von Diggnation mit Kevin Rose und Alex Albrecht. Die Gäste waren Robert Rodrigez und Leo Laporte von www.twit.tv, der am Ende wohl den ersten Live-VideoStream-CrowdSurfing-Stunt hingelegt hat.
SXSW Networking
Die Quintessenz von SXSW ist, dass man ständig mit neuen Leuten ins Gespräch kommt und die Visitenkarten am laufenden Band ausschüttet. In den bisherigen drei Tagen konnte ich u.a. @Jasonfried, @dburka, @glennmc, @gabor, @shanev, @frostola, @Sifter die Hände schütteln.
Web Awards
Am dritten Abend wurden die SXSW Web Awards verlieren. Die Moderation von @dougbenson war überraschend unterhaltsam. Liste aller Nominierten und Gewinner auf Wired.com. Diese Liste ist eine sehr gute Inspirationsquelle & Benchmarks in den jeweiligen Bereichen. Interessant vor allem, dass Gowalla und nicht Foursquare den Preis für beste Mobile Website bekommen hat.
Es gibt wieder einmal eine Erfolgsmeldung zu der Zusammenarbeit zwischen vi knallgrau und BMW.
Auf der von uns betreuten Facebook Page von BMW konnte am vergangenen Samstag der 500.000 Fan willkommen geheissen werden. Aus diesem Anlass wurde folgendes Video produziert und auch im offiziellen YouTube Kanal von BMW veröffentlicht.
Auch wir wollen uns auf diesem Weg bei allen Menschen bedanken, die bisher zum Erfolg der Page beigetragen haben!
Damit sind sie nicht allein. Auch Google hat mit YouTube XL zumindest die Oberfläche für den Schritt ins Wohnzimmer parat, und Microsoft versucht auch heuer wieder, das Mediaroom Konzept voranzutreiben.
Ganz andere Zukunftsvisionen hat Tyler Brûlé, ehemaliger Fernsehjournalist und Gründer des Kultmagazins Wallpaper (1997 an Time Warner verkauft): er glaubt im Interview mit der Zeit, "Zuschauer würden sich über den Luxus von weniger Auswahl freuen. Es gibt viele, die sich nach den Zeiten zurücksehnen, als man zum Beispiel BBC 2 oder das ZDF einschalten konnte und einen Abend mit guten, solide gemachten Programmen verbrachte und einfach nur auf der Couch saß. Man bekam ein gutes Programm geboten. Da besteht die Chance für ein neues Modell, für den neuen Kanal: zu den guten, alten Zeiten des Fernsehens zurückzukehren."