Bestes Zitat: "Social is tightly woven in anything we do." – Das macht Starbucks zum absoluten Best Practise Beispiel in Sachen FMCG (#1 auf Facebook, Most tweeted brand, ...).
Die voestalpine AG, internationaler Stahlindustriekonzern mit Sitz in Linz, hat mit Jahresbeginn eine dreiteilige Digitalks-Vortragsserie gestartet, um für das Thema Social Media ein breiteres Verständnis im Unternehmen zu schaffen.
Im Video sprechen der Vorstand der voestalpine sowie die Verantwortlichen für die Konzernkommunikation und das Online Media Management über die Eindrücke aus den Vorträgen, die persönliche Sichtweise und die Relevanz von Social Media für die Zukunft.
Im Rahmen der Creative Printing Konferenz am 22. April 2010 in Wien hatten wir die Gelegenheit, ein paar Worte mit Scott Thomas, dem Design Director der Obama Kampagne 2008 zu wechseln. Scott hat bei der Konferenz eine spannende Keynote gehalten und fünf Exemplare seines Buchprojektes Designing Obama mitgebracht (ja, wir konnten eines davon erhaschen).
Wir sprachen über die generelle Rolle von Design für politische Kampagnen und die Unterschiede zwischen Print und Web - ein Spannungsfeld, um das sich auch die ganze Konferenz gedreht hat. Außerdem erzählt Thomas über die Arbeit im Designteam, das zu Beginn nur aus zwei Personen bestand, später aber viele Experten in einer Art Start-Up Situation vereinte. Die Gestaltungsrichtung, die in diesem Team entstand, hat seine Fortführung auch in den vielen neuen Webprojekten (zum Beispiel whitehouse.gov, serve.gov) der Obama Präsidentschaft gefunden. Natürlich waren - auch hier in Österreich - viele Nachahmer dabei, aber Scott Thomas fühlte sich eher geehrt als bloß kopiert und hätte gerne einige von den guten Designern der Knockoffs in sein Team aufgenommen.
Die Zeit nach der Kampagne war nicht einfach, erzählt Scott, aber er konnte durch das Kunstbuch Designing Obama einen formschönen Abschluss finden. Das Buch wurde über Kickstarter, eine Crowdsourcing Plattform für Fundraising finanziert und ist eben erst fertig geworden. Derzeit wird noch an einer iPad App gearbeitet, die das Designbuch adäquat darstellen und in den nächsten Wochen starten sollUPDATE: die iPad App ist ab sofort verfügbar.
Die Frage zu seinem Twitternamen lässt sich auch gut mit seiner Twitter-Bio beantworten: Constantly seeking simple solutions to complex problems.
Im November letzten Jahres ist Foursquare zwar schon "the next big thing" in New York, aber von Gründer Dennis Crowley noch mit "doing things for cellphones" erklärt worden...
...sechs Monate davor im letzten ruhigen und entspannten Interview beschreibt er das Service noch mit Vergleichen (Social City Guide, Friendfinder)...
..völlig gestresst Ende Jänner dann in Amsterdam, mit knackigem 30-Minuten-Vortrag und selbstbewusstem Alleinstellungsmerkmal "Making Cities easier to use" in HD endet die erste Tour durch Europa, die die Nutzung und Wahrnehmung von Foursquare enorm gesteigert hat und auch bis zum Barcamp im kleinen Klagenfurt vorgedrungen ist.
Und als kleine Zugabe ein fünftes Video über die erste Fallstudie aus San Antonio, Texas (ausgerechnet dem Heimatstaat des Konkurrenten Gowalla):
Weil die wichtigsten Feiertage des Jahres ins Haus stehen (und weil heute Google im Haus ist), machen wir einen kleinen Blick auf die Geschichte der Google Doodles. Das ABC Video macht das sehr überzeugend.
Seit mehr als 10 Jahren ändert Google mit einer beachtlichen Leichtigkeit die meistgesehene und theoretisch wohl teuerste Seite der Welt zugunsten von Geburtstagen, Nationalfeiertagen oder Bräuchen, global oder regional. Nebenbei läuft mit Doodle4Google auch jährlich ein Wettbewerb für Schüler und Schulklassen.
Das Promo-Video von 2008 zeigt eine schöne Best-Of-Animation:
Im Rahmen der Konferenz hat Suzi Craig (Blog, Twitter) die Serie "1 Question, 1 Minute" gefilmt und zahlreiche Teilnehmer interviewt. Die Frage dabei war: "What does the face of business look like in 5 years - a pimply teenager, a rock star, a GQ sales guy, a stay at home mom?"
Zweite Antwort kommt von Chris Brogan, der ganz treffend sagt: "es wird ein bekanntes Gesicht sein, das man kennt und dem man vertraut" und damit darauf anspielt, dass Kaufentscheidungen durch Empfehlung von Freunden viel schneller fallen als durch klassisches Persuasive Advertising.
Weil dieses Video (und der vorläufige Produktname Zi8) nicht besonders überzeugend ist, schlägt Kodak bei der Markteinführung einer Videokompaktkamera neue Wege ein und bittet die potenziellen Käufer, Vorschläge für eine Umbenennung des Produkts zu machen.
Nicht nur beherrschen die Mitarbeiter rund um die Gründer Jake Nickell und Jacob DeHart das Prinzip Crowdsourcing auf einzigartige Weise, sie haben auch alle Social Media Tools für die Förderung von Kult und Kultur rund um ihre Marke fest im Griff: seien es der direkte Kontakt zu den 450.000 Followern auf Twitter oder Video Contests (live) und T-Shirt Galerien (mit Shop-Anbindung) auf der Facebook Page - zentral ist die gelebte Brand Love und die Reputation, eine der aktivsten, produktivsten und antwortschnellsten Communities hinter sich (oder vor sich) zu haben.
Auch die Nebenschauplätze dieses Interviews sind interessant: Threadless betreibt den Vimeo-genährtenVideoblog Tee-V (war auch im Best Practise Pool bei der Entwicklung von knallgrau.tv) und Jolie O'Dell betreibt einen (über die Inhalte hinaus) überraschend andersartigen YouTube-Channel.
Andreas Jernej brachte das Konzept den Kongressteilnehmern näher, unter anderem bauen diese ein metaphorisches Symbol für den Firmennamen oder die Marke ihres Unternehmens. Laut Jernej sind "64.000 Teile im Umlauf".
Spanien macht's vor: die Bier-Marke Mahou (Wikipedia) arbeitet an einer Kampagne mit Namen La Wikipeli ("The Wikimovie"). Entstehen soll ein Kurzfilm, dessen Handlung, Charaktere und Szenen von Usern mitbestimmt werden sollen. Selbst für die Requisite wird Crowdsourcing betrieben. Casting-Videos werden per YouTube-Channel gesammelt, auf Facebook sind keine offiziellen, dafür aber erste Fanpages zu finden. Weitere Plattformen sind nicht eingebunden, was zeigt, dass die Kampagne weniger breit aufgestellt ist und wohl spezifisch für den spanischen Markt konzipiert wurde.
Konzipiert hat übrigens die spanische Agentur DoubleYou, die keine eigentliche Webseite hat, sondern mehrere unzusammenhängende Domains, darunter einen YouTube-Klon.
Im Video suchen die Comedians und Filmemacher José Corbacho und Juan Cruz nach geeignetem Catering für die Show, indem sie einfach vor laufender Kamera bei Restaurants anrufen (ganz à la Stermann und Grissemann).