Tag: Conversations

Starbucks Social Media Strategie



Alexandra Wheeler, Director for Digital Strategy bei Starbucks, erzählt bei der Londoner Social Media Influence Konferenz in rund 30 Minuten von den Grundsätzen, Erfolgsfaktoren und den vielen Beispielen der Vorzeigearbeit im Social Media Bereich.

Bestes Zitat: "Social is tightly woven in anything we do." – Das macht Starbucks zum absoluten Best Practise Beispiel in Sachen FMCG (#1 auf Facebook, Most tweeted brand, ...).

Die Folien des Vortrags sind bei Slideshare zu sehen, Viralblog hat eine Hintergrundanalyse, alle Videos der Konferenz sind auf blip.tv.

Social Media bei der voestalpine AG



Die voestalpine AG, internationaler Stahlindustriekonzern mit Sitz in Linz, hat mit Jahresbeginn eine dreiteilige Digitalks-Vortragsserie gestartet, um für das Thema Social Media ein breiteres Verständnis im Unternehmen zu schaffen.

Im Video sprechen der Vorstand der voestalpine sowie die Verantwortlichen für die Konzernkommunikation und das Online Media Management über die Eindrücke aus den Vorträgen, die persönliche Sichtweise und die Relevanz von Social Media für die Zukunft.

Die voestalpine ist bereits auf Twitter (auch auf Englisch), YouTube und Facebook aktiv - arbeitet aber auch an eigenen Assets wie etwa einer Microsite zum Thema Innovation.

Von drei Vorträgen gibt es natürlich auch drei Videos: Teil 2 über Crowdsourcing, Teil 3 über Microblogging und Online Video.

Diese Woche Mittwoch 9. Juni findet übrigens ein Digitalks for Business (hosted by voestalpine) ebenfalls in Linz statt.

Scott Thomas über Designing Obama und das iPad



Im Rahmen der Creative Printing Konferenz am 22. April 2010 in Wien hatten wir die Gelegenheit, ein paar Worte mit Scott Thomas, dem Design Director der Obama Kampagne 2008 zu wechseln. Scott hat bei der Konferenz eine spannende Keynote gehalten und fünf Exemplare seines Buchprojektes Designing Obama mitgebracht (ja, wir konnten eines davon erhaschen).

Wir sprachen über die generelle Rolle von Design für politische Kampagnen und die Unterschiede zwischen Print und Web - ein Spannungsfeld, um das sich auch die ganze Konferenz gedreht hat. Außerdem erzählt Thomas über die Arbeit im Designteam, das zu Beginn nur aus zwei Personen bestand, später aber viele Experten in einer Art Start-Up Situation vereinte. Die Gestaltungsrichtung, die in diesem Team entstand, hat seine Fortführung auch in den vielen neuen Webprojekten (zum Beispiel whitehouse.gov, serve.gov) der Obama Präsidentschaft gefunden. Natürlich waren - auch hier in Österreich - viele Nachahmer dabei, aber Scott Thomas fühlte sich eher geehrt als bloß kopiert und hätte gerne einige von den guten Designern der Knockoffs in sein Team aufgenommen.

Die Zeit nach der Kampagne war nicht einfach, erzählt Scott, aber er konnte durch das Kunstbuch Designing Obama einen formschönen Abschluss finden. Das Buch wurde über Kickstarter, eine Crowdsourcing Plattform für Fundraising finanziert und ist eben erst fertig geworden. Derzeit wird noch an einer iPad App gearbeitet, die das Designbuch adäquat darstellen und in den nächsten Wochen starten soll UPDATE: die iPad App ist ab sofort verfügbar.

Die Frage zu seinem Twitternamen lässt sich auch gut mit seiner Twitter-Bio beantworten: Constantly seeking simple solutions to complex problems.

Die Zukunft von News



In einem gesitteten Gespräch im Rahmen der australischen Media 2010 Konferenz unterhalten sich von links nach rechts Nic Fulton (vielsagendes leeres Profil) von Thomson Reuters, Marc Frons (CTO der New York Times) und Oliver Reichenstein von den visionären Information Architects. Thema: die Zukunft von News-Inhalten online.

Die vorangegangene Keynote von Reichenstein hat der Sydney Morning Herald vorbildlich im Video Archiv. Sein Vortrag dreht sich vor allem um Design und das Interface von Nachrichten online (u.a. mit Krone.at Case), mit vielen Ideen Richtung Wikis, Brands, Werbung und APIs.

Es gibt auch einen Teil 1 des Gesprächs mit Reuters und der New York Times, aber der zweite Teil hat das bessere Ende: "You guys have seen the iPad, right?" ... "Pretty cool."

UPDATE: Auch Jeffrey Zeldman widmet sich dem Thema.

Digitalks Spezial: “Was muss der/die JournalistIn von heute können?”



Als Partner von Digitalks und als Follow-Up zum WIENER-Interview mit Dieter Rappold zeigen wir fürs Wochenende das gelungene Digitalks Spezial: “Was muss der/die JournalistIn von heute können?”

3 Unterhaltungen mit Scott Monty



Scott Monty, Head of Social Media bei Ford, taucht immer wieder in Knallgrau Präsentationen als Best Practise Beispiel auf. Höchste Zeit also, diesem "Face of Business" ein Blogpost zu widmen.

Im ersten Video spricht Monty während einer Ford Messetour über die Geschichte von Social Media Marketing und dessen Rolle für Großunternehmen und internationale Marken. Nach seinem Einstieg im Juli 2008 - also erst vor eineinhalb Jahren - hat er es gemeinsam mit CEO Alan Mulally geschafft, Social Media Aktivitäten auch in die Gesamtstrategie des Unternehmens einzugliedern. Und immerhin hat Ford im Q3/2009 einen satten 997 Millionen Dollar Profit hinlegen können.

Das zweite Video ist ein Interview mit dem Social Media Examiner Blog (das leider in den ersten 2 Minuten mit Marketing-Blabla zum neuen Auto beginnt, danach aber sehr interessant wird). Im Gespräch macht er auch klar, dass eine strategische Ausrichtung nur mit Unterstützung der Unternehmensführung funktionieren kann, die dann im besten Fall nicht nur Marketing und PR tragen, sondern durch alle Unternehmensbereiche (zB Innovation) greift.



In etwas ungezwungerer Situation wurde folgendes Video in Detroit aufgezeichnet: Scott Monty plaudert über Personal Branding, das zwei Eigenschaften erfüllen muss: es sollte bewusst gemacht werden und es sollte authentisch sein. Über dieses Thema hat vergangene Woche auch Dieter Rappold im OTS-Blog einen Gastbeitrag verfasst.



Scott Montys Personal Branding geht so weit, dass über ihn im Schnitt 10 Videos pro Monat auf YouTube auftauchen (was die Recherche enorm erleichtert ;)

Ein längeres (50 Minuten) Video mit Slideshare-Folien gibt es auf Awareness.com, wo es darum geht, wie stark Menschen einem Unternehmen vertrauen und wie sich dieses Verhältnis verändert. Genauso wie wir mehr Vertrauen in ein ehrliches Review auf Amazon oder eine Empfehlung durch Freunde auf Facebook setzen als in leere Werbebotschaften, wird es in Zukunft immer wichtiger sein, einem Unternehmen nach außen ein Gesicht (oder mehrere) wie Scott Monty zu geben.

Brian Solis, Chris Brogan, Paula Berg über das "Face of Business"


Das Inbound Marketing Summit ist ein dreimal jährlich stattfindender Austausch zu den Herausforderungen in der Marktkommunikation. Hinter dem Event stehen die New Marketing Labs unter der Leitung von Chris Brogan, den wir im Beitrag über Budgets in Interactive Media schon vorgestellt haben.

Im Rahmen der Konferenz hat Suzi Craig (Blog, Twitter) die Serie "1 Question, 1 Minute" gefilmt und zahlreiche Teilnehmer interviewt. Die Frage dabei war: "What does the face of business look like in 5 years - a pimply teenager, a rock star, a GQ sales guy, a stay at home mom?"

Brian Solis, der durch seine Social Media Prisms bekannte PR 2.0 Guru, meint es werden viele Gesichter sein: "Multiple Personality in Order" - auf Twitter erklärt er unter dem Thema "Aligning the Brand Personality with the Personality of the Individual Representing the Brand" seine Einschätzung: "the corp brand and the personal brand must be distinct and also align", "this is why a 'style guide' for social media is so important": "the personality of the person representing a brand should match the personality of the brand".

Zweite Antwort kommt von Chris Brogan, der ganz treffend sagt: "es wird ein bekanntes Gesicht sein, das man kennt und dem man vertraut" und damit darauf anspielt, dass Kaufentscheidungen durch Empfehlung von Freunden viel schneller fallen als durch klassisches Persuasive Advertising.

Eine weitere Antwort gibt Paula Berg von Southwest Airlines, über deren Social Media Strategie auch schon hier zu lesen war. Sie glaubt nach reiflicher Überlegung ebenfalls an viele verschiedene Gesichter, die in Zukunft Unternehmens- und Marketingbotschaften transportieren werden.

Alle Berichte über das IMS sind beim New Marketing Commentator gesammelt.

Werbung im Internet: Verbreiten von Botschaften



Ursprünglich sollte hier das Video "What is Google Wave?" zu sehen sein – ein Hilferuf für eine von 100.000 Einladungen zur Preview zu bekommen; aber auch eine sehr gut gemachte Erklärung, warum Wave der Versuch eines Evolutionsschritts vom vor 40 Jahre erfundenen Email ist. Das Video hatten innerhalb von zwei Tagen eine Viertel Million Menschen gesehen.

Dann aber entdeckte ich im "Quell-Channel" des Videos das noch interessantere "How the Internet is Changing Advertising" - ein Lehrvideo über die Möglichkeiten von Online Kommunikation mit der Kernaussage, dass jedes Medium seine eigenen Stärken hat, eine Botschaft zu verbreiten: das war im Print Text und Bild in Form von Anzeigen, beim Radio der gesprochene Text und Musik, beim Fernsehen kam das überzeugende Bewegtbild dazu – im Social Web der Gegenwart ist es der Mechanismus des Sharing, der zum Beispiel von gut gemachten Viral Videos angestoßen werden kann.

Sehr schön auf den Punkt gebracht, was wir Social Media Marketing nennen.

Thomas Gensemer: Schlüssel zum Marketing-Erfolg



Thomas Gensemer von Blue State Digital haben wir schon einmal vorgestellt. Im Interview mit dem Business Insider spricht er natürlich über den Obama-Wahlkampf, aber auch über die grundsätzlich Art seiner Arbeit für viele politische und Non-Profit Organisationen.

Gensemer betont immer, dass die Botschaft wichtiger ist als die Funktionalität oder die Technologie und dass letzteres immer nur als Mittel zum Zweck dienen kann, aber gut und einfach funktionieren sollte und sehr wohl einen Unterschied macht. Weiters spricht er über die "Nimble Young Minds" in seinem Team und wie essentiell es ist, sich mit dem Kampagnenziel zu identifizieren – was bei typischen "Guten Zweck"-Projekten von NGOs vielleicht leichter fällt, dafür diese Kunden aber kein "easy sell" sind.
Schließlich gehört zur Verbreitung der Botschaft die User Experience und der gefühlte persönliche Austausch mit der Kampagne. Viele kleine Schritte und individualisiertes Messaging nähren Courage und Partizipation.

Der Nachhall der Obama-Kampagne nimmt kein Ende - im November erscheint eine Art Kunstbuch von Design Director Scott Thomas, das vor allem graphische Auseinandersetzungen zeigt.

"The greatest Media ever created"



Am 19. Mai fand in New York das Social Media Bootcamp statt, diesmal mit Fokus auf Brands und Agencies. Im Rahmen der Veranstaltungen plauderten Fred Wilson und John Borthwick, beide investierten früh in Twitter, über ihre Sicht auf die spannende Zukunft von Social Media: beide sind der Meinung dass die inhaltliche Aggregation und Filterung von Social Media Channels (Twitter, Facebook, aber auch Blogs) in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle spielen und Wachstum zeigen wird.



Mit etwas schlechterer Kameraführung eingefangen: Seth Goldstein, CEO von socialmedia.com, spricht über die neuen Möglichkeiten und Formen der Werbung im Web:



Weitere Videos im Blog auf socialmedia.com.