Tag: Conversations

Die Zukunft von News



In einem gesitteten Gespräch im Rahmen der australischen Media 2010 Konferenz unterhalten sich von links nach rechts Nic Fulton (vielsagendes leeres Profil) von Thomson Reuters, Marc Frons (CTO der New York Times) und Oliver Reichenstein von den visionären Information Architects. Thema: die Zukunft von News-Inhalten online.

Die vorangegangene Keynote von Reichenstein hat der Sydney Morning Herald vorbildlich im Video Archiv. Sein Vortrag dreht sich vor allem um Design und das Interface von Nachrichten online (u.a. mit Krone.at Case), mit vielen Ideen Richtung Wikis, Brands, Werbung und APIs.

Es gibt auch einen Teil 1 des Gesprächs mit Reuters und der New York Times, aber der zweite Teil hat das bessere Ende: "You guys have seen the iPad, right?" ... "Pretty cool."

UPDATE: Auch Jeffrey Zeldman widmet sich dem Thema.

Digitalks Spezial: “Was muss der/die JournalistIn von heute können?”



Als Partner von Digitalks und als Follow-Up zum WIENER-Interview mit Dieter Rappold zeigen wir fürs Wochenende das gelungene Digitalks Spezial: “Was muss der/die JournalistIn von heute können?”

3 Unterhaltungen mit Scott Monty



Scott Monty, Head of Social Media bei Ford, taucht immer wieder in Knallgrau Präsentationen als Best Practise Beispiel auf. Höchste Zeit also, diesem "Face of Business" ein Blogpost zu widmen.

Im ersten Video spricht Monty während einer Ford Messetour über die Geschichte von Social Media Marketing und dessen Rolle für Großunternehmen und internationale Marken. Nach seinem Einstieg im Juli 2008 - also erst vor eineinhalb Jahren - hat er es gemeinsam mit CEO Alan Mulally geschafft, Social Media Aktivitäten auch in die Gesamtstrategie des Unternehmens einzugliedern. Und immerhin hat Ford im Q3/2009 einen satten 997 Millionen Dollar Profit hinlegen können.

Das zweite Video ist ein Interview mit dem Social Media Examiner Blog (das leider in den ersten 2 Minuten mit Marketing-Blabla zum neuen Auto beginnt, danach aber sehr interessant wird). Im Gespräch macht er auch klar, dass eine strategische Ausrichtung nur mit Unterstützung der Unternehmensführung funktionieren kann, die dann im besten Fall nicht nur Marketing und PR tragen, sondern durch alle Unternehmensbereiche (zB Innovation) greift.



In etwas ungezwungerer Situation wurde folgendes Video in Detroit aufgezeichnet: Scott Monty plaudert über Personal Branding, das zwei Eigenschaften erfüllen muss: es sollte bewusst gemacht werden und es sollte authentisch sein. Über dieses Thema hat vergangene Woche auch Dieter Rappold im OTS-Blog einen Gastbeitrag verfasst.



Scott Montys Personal Branding geht so weit, dass über ihn im Schnitt 10 Videos pro Monat auf YouTube auftauchen (was die Recherche enorm erleichtert ;)

Ein längeres (50 Minuten) Video mit Slideshare-Folien gibt es auf Awareness.com, wo es darum geht, wie stark Menschen einem Unternehmen vertrauen und wie sich dieses Verhältnis verändert. Genauso wie wir mehr Vertrauen in ein ehrliches Review auf Amazon oder eine Empfehlung durch Freunde auf Facebook setzen als in leere Werbebotschaften, wird es in Zukunft immer wichtiger sein, einem Unternehmen nach außen ein Gesicht (oder mehrere) wie Scott Monty zu geben.

Brian Solis, Chris Brogan, Paula Berg über das "Face of Business"


Das Inbound Marketing Summit ist ein dreimal jährlich stattfindender Austausch zu den Herausforderungen in der Marktkommunikation. Hinter dem Event stehen die New Marketing Labs unter der Leitung von Chris Brogan, den wir im Beitrag über Budgets in Interactive Media schon vorgestellt haben.

Im Rahmen der Konferenz hat Suzi Craig (Blog, Twitter) die Serie "1 Question, 1 Minute" gefilmt und zahlreiche Teilnehmer interviewt. Die Frage dabei war: "What does the face of business look like in 5 years - a pimply teenager, a rock star, a GQ sales guy, a stay at home mom?"

Brian Solis, der durch seine Social Media Prisms bekannte PR 2.0 Guru, meint es werden viele Gesichter sein: "Multiple Personality in Order" - auf Twitter erklärt er unter dem Thema "Aligning the Brand Personality with the Personality of the Individual Representing the Brand" seine Einschätzung: "the corp brand and the personal brand must be distinct and also align", "this is why a 'style guide' for social media is so important": "the personality of the person representing a brand should match the personality of the brand".

Zweite Antwort kommt von Chris Brogan, der ganz treffend sagt: "es wird ein bekanntes Gesicht sein, das man kennt und dem man vertraut" und damit darauf anspielt, dass Kaufentscheidungen durch Empfehlung von Freunden viel schneller fallen als durch klassisches Persuasive Advertising.

Eine weitere Antwort gibt Paula Berg von Southwest Airlines, über deren Social Media Strategie auch schon hier zu lesen war. Sie glaubt nach reiflicher Überlegung ebenfalls an viele verschiedene Gesichter, die in Zukunft Unternehmens- und Marketingbotschaften transportieren werden.

Alle Berichte über das IMS sind beim New Marketing Commentator gesammelt.

Werbung im Internet: Verbreiten von Botschaften



Ursprünglich sollte hier das Video "What is Google Wave?" zu sehen sein – ein Hilferuf für eine von 100.000 Einladungen zur Preview zu bekommen; aber auch eine sehr gut gemachte Erklärung, warum Wave der Versuch eines Evolutionsschritts vom vor 40 Jahre erfundenen Email ist. Das Video hatten innerhalb von zwei Tagen eine Viertel Million Menschen gesehen.

Dann aber entdeckte ich im "Quell-Channel" des Videos das noch interessantere "How the Internet is Changing Advertising" - ein Lehrvideo über die Möglichkeiten von Online Kommunikation mit der Kernaussage, dass jedes Medium seine eigenen Stärken hat, eine Botschaft zu verbreiten: das war im Print Text und Bild in Form von Anzeigen, beim Radio der gesprochene Text und Musik, beim Fernsehen kam das überzeugende Bewegtbild dazu – im Social Web der Gegenwart ist es der Mechanismus des Sharing, der zum Beispiel von gut gemachten Viral Videos angestoßen werden kann.

Sehr schön auf den Punkt gebracht, was wir Social Media Marketing nennen.

Thomas Gensemer: Schlüssel zum Marketing-Erfolg



Thomas Gensemer von Blue State Digital haben wir schon einmal vorgestellt. Im Interview mit dem Business Insider spricht er natürlich über den Obama-Wahlkampf, aber auch über die grundsätzlich Art seiner Arbeit für viele politische und Non-Profit Organisationen.

Gensemer betont immer, dass die Botschaft wichtiger ist als die Funktionalität oder die Technologie und dass letzteres immer nur als Mittel zum Zweck dienen kann, aber gut und einfach funktionieren sollte und sehr wohl einen Unterschied macht. Weiters spricht er über die "Nimble Young Minds" in seinem Team und wie essentiell es ist, sich mit dem Kampagnenziel zu identifizieren – was bei typischen "Guten Zweck"-Projekten von NGOs vielleicht leichter fällt, dafür diese Kunden aber kein "easy sell" sind.
Schließlich gehört zur Verbreitung der Botschaft die User Experience und der gefühlte persönliche Austausch mit der Kampagne. Viele kleine Schritte und individualisiertes Messaging nähren Courage und Partizipation.

Der Nachhall der Obama-Kampagne nimmt kein Ende - im November erscheint eine Art Kunstbuch von Design Director Scott Thomas, das vor allem graphische Auseinandersetzungen zeigt.

"The greatest Media ever created"



Am 19. Mai fand in New York das Social Media Bootcamp statt, diesmal mit Fokus auf Brands und Agencies. Im Rahmen der Veranstaltungen plauderten Fred Wilson und John Borthwick, beide investierten früh in Twitter, über ihre Sicht auf die spannende Zukunft von Social Media: beide sind der Meinung dass die inhaltliche Aggregation und Filterung von Social Media Channels (Twitter, Facebook, aber auch Blogs) in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle spielen und Wachstum zeigen wird.



Mit etwas schlechterer Kameraführung eingefangen: Seth Goldstein, CEO von socialmedia.com, spricht über die neuen Möglichkeiten und Formen der Werbung im Web:



Weitere Videos im Blog auf socialmedia.com.

Threadless fördert Brand Love via Social Media



Jolie O'Dell (Blog, Twitter) hat für ReadWriteWeb ein Interview mit Bob Nanna von der kultigen Chicagoer T-Shirt Community Threadless geführt.

Nicht nur beherrschen die Mitarbeiter rund um die Gründer Jake Nickell und Jacob DeHart das Prinzip Crowdsourcing auf einzigartige Weise, sie haben auch alle Social Media Tools für die Förderung von Kult und Kultur rund um ihre Marke fest im Griff: seien es der direkte Kontakt zu den 450.000 Followern auf Twitter oder Video Contests (live) und T-Shirt Galerien (mit Shop-Anbindung) auf der Facebook Page - zentral ist die gelebte Brand Love und die Reputation, eine der aktivsten, produktivsten und antwortschnellsten Communities hinter sich (oder vor sich) zu haben.

Auch die Nebenschauplätze dieses Interviews sind interessant: Threadless betreibt den Vimeo-genährten Videoblog Tee-V (war auch im Best Practise Pool bei der Entwicklung von knallgrau.tv) und Jolie O'Dell betreibt einen (über die Inhalte hinaus) überraschend andersartigen YouTube-Channel.

Dieter Rappold und Tony Douglas auf der next09



Letzte Woche haben Dieter Rappold und Tony Douglas auf der Next Konferenz 2009 in Hamburg unter dem Titel "Marketing in a World of Choice" die erfolgreichen Social Media Projekte für BMW vorgestellt, also unter anderem auch bmw-web.tv.



Die Präsentation ist auf Slideshare zu finden, unter anderem können Twitter-Kommentare zum Vortrag nachgelesen werden. Viele weitere Videos gibt's auf dem Next09 Sevenload-Channel.

Die beiden Interview führte übrigens Olaf Kolbrück von off-the-record.de.

UPDATE: auch Scholz & Friends interviewt Dieter Rappold auf der next09.

Was ist so toll an Status Updates?



Schönes Infographics-Video mit einem Intro im rein typographischen Stil wie bei Jet, Requiem for a dream, Pulp Fiction und anderen Motion Typography Clips.

Erklärt wird im Video das Wesen von Status Updates, wie sie vor allem bei Twitter, Facebook oder auch bei MySpace, LinkedIn oder XING in Verwendung sind.

Viele verschiedene Update-Dienste brauchen natürlich ein zentrales Service - beim Video handelt es sich um ein gut gemachtes Werbevideo für quub.com, ein neues (noch in beta befindliches) Tool für besser organisiertes Microblogging.

via infosthetics.com

UPDATE: Die etwas andere Erklärung vom Phänomen Twitter vs. Facebook Status Updates kommt von @franzjoseph via @geraldbaeck