Al Gore's neues Buch als interaktive iPad App. Framework für das Buch der Zukunft?



Al Gore's neues Buch wurde heute nicht als "klassisches" eBook im ePub Format für iBooks & Kindle veröffentlicht, sondern als interaktive iPad App, bis zum Rand vollgestopft mit Videos und interaktiven Elementen. Ansich nichts neues, wurde ja in den ersten Tagen des iPads bereits die glorreiche Zukunft der interaktiven Buches heraufbeschworen (u.a. mit dieser Alice App).

Bis heute fehlte es aber an einer effizienten Umsetzbarkeit solcher "Books 2.0". Mike Matas (vormals Designer bei Apple) gründete daher PushPopPress und entwickelte ein Framework um solche Werke in Zukunft standardisiert, schnell, aber vor allem intuitiv & visuell aufregend umsetzen zu können. Das 2min Demo Video ist jedenfalls sehr vielversprechend. Es wird sich nun weisen, ob wir neben dem offensichtlich sehr geeigneten Edutainment Bereich auch spannende Umsetzungen aus der Fiktion sehen werden.

Aus Usersicht wäre es jedenfalls gut, wenn sich das PushPopPress Framework als Standard durchsetzt, damit ein Wildwuchs an verschiedenen Navigations- u. Interaktionsmöglichkeiten wie bei den iPad Magazinen (Wired, TheDaily, DieZeit & Co...) unterbunden wird.

4 Kommentare

in erster linie sollte daran gearbeitet werden, gute lesbarkeit und interessant aufbereitete inhalte zu vereinbaren. das ipad ist zum ernsthaften lesen kaum geeignet, mit e-ink lassen sich ihalte mit hoher interaktivität kaum darstellen.
@Andreas - Stimmt! Aber das ist Aufgabe der Hardware-Hersteller (Apple, Amazon).

Ich mutmaße, dass wir 2012 ein Kindle-Tablet auf Android Basis sehen und bei Kindle & iPad verbesserte Displays sehen, die die Vorteile von e-ink & Retina Display vereinen.
Ich hab nun das erstes Buch fertig gelesen auf meinem Kindle, ich gebe zu es war leichte Literatur von Trudi Canavan und Michaela Link, aber ich bin sehr sehr zufrieden mit dem Gerät.

Ich glaube eben nicht wie du @smeidu, dass wir in einer so nahen Zukunft wie du es prognostizierst, Geräte besitzen werden, welche die Vorzüge eines Tablets und eines "richtigen" E-Book-Readers einfach so vereinen werden. Dafür sind die Technologien einfach zu unterschiedlich.

Derzeit ist es schon so, wie Andreas schreibt, dass ein Display von einem iPad nicht zum lesen von Büchern geeignet ist (es wäre ja nicht so, dass ich es nicht ausprobiert hätte).

Das App von Gore hab ich mir auch schon runtergeladen, bin aber nur bedingt begeistert davon. Derzeit werden noch fast 800 MB! im Hintergrund an zusätzlichen Daten heruntergeladen. (Wenn ich das im 3G hängen hab, bekomme ich davon eigentlich nicht wirklich was davon mit, gibt es keinen offiziellen Hinweis darauf -> bis auf die Rechnung am Ende des Monats). Also die Idee ist großartig, jedoch in meinen Augen noch nicht lesbar - ausführbar - Massentauglich. (Grad diese - "Faltbilder" - what for?)

Genau so ist es derzeit auch noch mit den Vorzeigemagazinen wie "Weekend", "Wired" oder das "Red Bulletin", welche einen hohen Grad an Interaktivität aufweisen. Man muss mindestens 250-500MB herunterladen um das jeweilige Magazin erst anschauen zu können. Ehrlich? Fuck off.. wenn ich mehr als 10 Minuten warten muss nur weil ich Daten runterladen muss um ein Magazin anzuschauen, dann verlieren ich sehr schnell das Interesse. (Und es liegt hierbei nicht an meiner Leitung, sondern an den Servern von denen die Daten runtergeladen werden)

Ich glaube, dass derzeit das meiste als interaktiv und zukunftsträchtig angekündigte App/Magazin/iPadZeitungwhatever mehr so der Versuch ist aufzufallen und weniger zu innovieren.
@Matthias. Es gibt bereits Displays bei denen man zwischen E-Ink und LCD Modus wechseln kann und Apple hat Patente dafür angemeldet (http://www.geekwithlaptop.com/apple-look-at-ways-to-combine-e-ink-and-lcd-displays).

Was die Größe der Apps betrifft. Right! Viel zu viel und viel zu mühsam. Vor allem bei den Magazinen. Da find ich persönlich ein angepasstes WebLayout noch immer viel benützerfreundlicher (zB hat http://www.zeit.de ein sehr gutes iPad optimiertes WebLayout)

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