Im November letzten Jahres ist Foursquare zwar schon "the next big thing" in New York, aber von Gründer Dennis Crowley noch mit "doing things for cellphones" erklärt worden...
...sechs Monate davor im letzten ruhigen und entspannten Interview beschreibt er das Service noch mit Vergleichen (Social City Guide, Friendfinder)...
..völlig gestresst Ende Jänner dann in Amsterdam, mit knackigem 30-Minuten-Vortrag und selbstbewusstem Alleinstellungsmerkmal "Making Cities easier to use" in HD endet die erste Tour durch Europa, die die Nutzung und Wahrnehmung von Foursquare enorm gesteigert hat und auch bis zum Barcamp im kleinen Klagenfurt vorgedrungen ist.
Und als kleine Zugabe ein fünftes Video über die erste Fallstudie aus San Antonio, Texas (ausgerechnet dem Heimatstaat des Konkurrenten Gowalla):
Das schottische Modelabel Pringe of Scotland freut sich, wieder bei der Mailänder Modewoche dabeizusein und hat sich von David Shrigley ein Viral Video animieren lassen, das es bereits in die höchsten Kreise der Web-Elite geschafft hat. Das Video zeigt den Herstellungsprozess auf ironische Art und Weise. Zitat aus dem Video: "You have to have a design. Design is really very important. Everything needs to have a design."
Das gestern vorgestellte Apple iPad konnte zwar die hohen Erwartungen an das Tablet Konzept nicht so ganz erfüllen. Reduziert man allerdings das iPad einzig auf den Webbrowser ergibt sich ein sehr spannendes mobiles Internet Device. Die ScreenSize, Multitouch und die Geschwindigkeit des iPads sind nahezu perfekt dafür geeignet.
Daher wird es spannend sein zu beobachten inwieweit mobileSafari und osX Safari sich in Zukunft vereinigen werden. Flash Support & real Tab Browsing, neue Broswer-Finger-Gestiken wären wichtige Verbesserungen und hoffentlich erkennt Apple die Wichtigkeit einer offenen Plattform und lässt auch Browser wie Firefox, Chrome und Opera zu. Kartellamt Klagen wären ansonsten (hoffentlich) die Folge.
Das iPhone hat sich in vergangen 3 Jahren als Fahnenträger der Touch-Handheld Generation etabliert. Die Webkit-Engine ist zum defakto Standard geworden. Dementsprechend werden immer öfter Websites mit iPhone/Android angepasstem Interfaces ausgespielt. Und diese Entwicklung ist erst am Anfang. Daher stellt sich die Frage, was Webdesigner nun mit der Einführung des iPads beachten müssen.
Auflösung
Hier trifft man beim iPad auf eine gute alte Bekannte. Die Auflösung beträgt 1024x768. Allerdings muss man den Landscape und den Portait Modus beachten. Wie beim iPhone wird wohl vielmehr die Portraitansicht beim Surfen verwendet werden, was somit der Ansicht 768x1024 entspricht. Womit wir wiederum sehr nahe an der 800px Grenze liegen, die jahrelang als max. Breite im Webdesign galt und zuletzt mehr und mehr auf die 960px ausgeweitet wurde. Ob das iPad diesen Trend maßgeblichen beeinflussen wird, ist zu bezweifeln. Zumal das iPad Websites mit 960px Breite auto-resizen wird.
Will man trotzdem seine Website in einem angepassten Stylesheet für das iPad ausliefern ist demenstprechend auf die Breite von 768 zu optimieren. Scrollbalken sind dabei wie beim iPhone nicht zu beachten.
User Agent
Spannend auch die Frage mit welchen UserAgent sich das iPad identifiziert. Momentan leiten ja viele Websites bei Aufruf mit UserAgent "AppleWebkit/Mobile" auf angepasste Versionen um. Hier wird man eventuell die Scripts ändern müssen um das iPad nicht auf die 320px iPhone Versionen weiterzuleiten.
Multitouch
Das iPad ist nach dem iPhone der zweite Vorbote der Multitouch Zukunft. Die Entwicklung hin zu großzügigeren Buttons und höheren Schriftgrößen ist daher nur eine Frage der Zeit um der Bedienung mit Fingern zu entsprechen.
Fazit
Das iPad wird Browser und Surfverhalten nicht revolutionär verändern, aber bei Erfolg vielleicht einen neuen GeräteTypus etablieren, der für Webdesigner einen Rückgang der Standardauflösung und eine stärke Berücksichtigung der Fingerbedienung bedeuten könnte.
Alexis Ohanian, Co-Founder von reddit.com erklärt in 4 unterhaltsamen Minuten, wie Social Media und Social Networks funktionieren - am Beispiel der Greenpeace Kampagne zur Rettung der Buckelwale in Japan.
Eine, wie ich finde, sehr nette Geschichte, die auch die goldene Regel von Social Media Marketing offenbart: Es ist ok die Kontrolle zu verlieren - es ist gut wenn Projekte (egal ob Video, Nachrichten oder wie in diesem Fall eine Poll) eine Eigendynamik entwickeln, denn gerade das ist ja der Vorteil dieses Mediums. "So just lose control..."
Sonntag hab ich auf arte den spannenden "Die drei Tage des Condor" gesehen: ein Spionagekrimi von Sydney Pollack aus dem Jahr 1975, mit Robert Redford und Faye Dunaway.
Was hat sich seit damals verändert? Telefonie klingeln nicht mehr so laut, die Türme des World Trade Center stehen nicht mehr und ihr Einsturz gehört zu den meistgesehenen Ereignissen des Jahrzehnts. Und was damals als ultramodern von der CIA eingesetzt wurde, ist heute alltäglich.
Was hat sich nicht verändert? Nach wie vor gelten amerikanische Filme als Speerspitze des technisch machbaren und zeigen ihre Vision des "Ultramodernen".
Der Mann dahinter: Mark Coleran. Er gestaltet die atemberaubenden, aber nur mehr oder weniger ernst zu nehmenden Interfaces, die in Avatar oder CSI über Bildschirme in aller Welt huschen. Gizmodo hat ihn ausführlich und treffend gewürdigt: Ridiculous User Interfaces In Film, and the Man Who Designs Them.
Hier sein Showreel:
Und dank User generated content wissen wir, wie die New Yorker Straße, in der die ersten Szenen von "Die drei Tage des Condor" gedreht wurden, heute aussieht.
Damit sind sie nicht allein. Auch Google hat mit YouTube XL zumindest die Oberfläche für den Schritt ins Wohnzimmer parat, und Microsoft versucht auch heuer wieder, das Mediaroom Konzept voranzutreiben.
Ganz andere Zukunftsvisionen hat Tyler Brûlé, ehemaliger Fernsehjournalist und Gründer des Kultmagazins Wallpaper (1997 an Time Warner verkauft): er glaubt im Interview mit der Zeit, "Zuschauer würden sich über den Luxus von weniger Auswahl freuen. Es gibt viele, die sich nach den Zeiten zurücksehnen, als man zum Beispiel BBC 2 oder das ZDF einschalten konnte und einen Abend mit guten, solide gemachten Programmen verbrachte und einfach nur auf der Couch saß. Man bekam ein gutes Programm geboten. Da besteht die Chance für ein neues Modell, für den neuen Kanal: zu den guten, alten Zeiten des Fernsehens zurückzukehren."